Samstag, 24. Februar 2018

Hoffnung, Träume, schlechtes Fernsehen

Heute früh im Radio: Diskussion! Wie viel Realität darf man Kindern im Film zumuten? (Bestimmt viel! Eher "muss" als "darf"! Filme sollten, so meinte man, ja auch das → Wirkliche Leben ™ widerspiegeln.). Brauchen Kinder ein Happy-End? (Man sprach in diesem Zusammenhang davon, Kinder zu "belügen"). Und dann noch etwas von einem Film, den die Diskutanten nach eigener Aussage bis zu letzt kaum verstanden haben, aber der (deswegen?) als sehr gut empfunden wurde...

Nunja... nach dem Genuss eines guten Glases Polemik bin ich der Meinung, dass "Happy Ends" oder positive Aussagen im Film nichts mit "belügen" zu tun haben. Stattdessen denke ich, dass man die Kraft des Traumes, der Utopie, des Vermittelns von Hoffnung auch nicht unterschätzen sollte, gerade in dieser (oh, Klischee!) vielleicht schwierigen und konfliktbe- und überladenen Zeit.

Grundsätzlich sollte man natürlich die Kunst nicht zu sehr beschränken, und wenn jemand gerne negative (Kinder-)Filme machen will, die niemand versteht, und die deswegen gut sein sollen, bittesehr, viel Vergnügen. Aber für mich hatte diese ganze Diskussion irgendwie so etwas zeittypisches.

Wo Träume, Hoffnung, Mut, (scheinbare Nicht-)Realitäten über den Tag hinaus nur noch mit dieser postmodernen Überkritik bedeckt werden, da kommen wir (aber das ist freilich nur meine persönliche Meinung) irgendwann in den Sozialistischen Realismus ™, und richtig weiter kommen wir als Menschen unserem Ziel nicht.

Dienstag, 20. Februar 2018

Erinnerung / Vorfreude

2011 bei Gräfenberg


Wacht auf, Kameraden,
Der Morgen ist da!
Der Tag beginnt, die Nacht versank,
Und Frühwind bläst die Augen blank.
Und die Sonne,
Und die Sonne,
Die leuchtet uns her.

Wacht auf, Kameraden,
Es ruft uns der Tag!
Der Tag macht unsre Herzen hart,
Ins Morgenlicht geht unsre Fahrt.
Und die Sonne,
Und die Sonne,
Die leuchtet uns her.

Wacht auf, Kameraden
Und freut euch der Welt!
Und laßt den hellen Morgenschein
Auf allen euren Wegen sein.
Und die Sonne,
Und die Sonne,
Die leuchtet uns her.



- Trad. (?)
Quelle: ingeb.org



Habe gerade alte Fotos von einer Zwei-Tages-Tour mit einem alten Freund gefunden. Sieben Jahr ist's her... aber noch ist nicht aller Tage Abend und der Welt Ende noch nicht da.

Sonntag, 18. Februar 2018

Nachmittags am Moritzberg


Stoppelfelder

Den heutigen sonnengoldenen Nachmittag verbrachten wir am Fuße des Moritzberges. Das In-Der-Natur-Sein tut mir immer sehr gut. Gerade, wenn die Wochen nicht so schön gelaufen sind und viele Dinge irgendwie schräg laufen. Man kommt da gut ins Denken. Dieser Berg war da, tausend Jahre bevor ich eines Nachmittags zu seinen Füßen herumspazierte. Und er wird auch noch ein bisschen da stehen, evtl. länger, als es Menschen gibt (das ist so ein finsterer Gedanke, den ich manchmal in letzter Zeit habe. Das die Menschheit sich vielleicht irgendwann selber ausrotten wird. Irgendwie keine geringe Anfechtung, aber es ist ja tatsächlich möglich, und wenn ich mir so das Weltgeschehen ansehe, gibt es für mich zumindest auf der materiellen Seite keinen Grund für unbedingten Optimismus).
Dieser Gedanke an die schiere Größe und das Alter der Natur weckt mir Erfurcht. Und dann kann daraus auch wieder positiveres Denken entstehen.

Jedenfalls war es ein schöner, goldener Nachmittag, flankiert von gewaltigen Wolken, und Lichtstrahlen im Waldesgehölz. Irgendwann möchte ich da draußen ™ wohnen, raus aus Nürnberg, das immer mehr vermüllt und zugebaut wird. Kulturpessimismus off. Und schönen Abend jetzt!



Blick auf Nürnberg

Samstag, 17. Februar 2018

Erstausgabe "Eiserner Rhein"

Die Erstausgabe des "Eisernen Rhein" mit dem Titel "Der Winter (ist vergangen)" ist jetzt online.

Schönes Wochenende!

Mittwoch, 14. Februar 2018

Mittwochs: Kopfweh


Wenn Sie sich so fühlen, wie
er aussieht: suchen Sie den Arzt auf!



Heute:(fast) ohne Worte ... 



Montag, 12. Februar 2018

Schnee im Februar

Die Wöhrder Wiese im ersten Viertel des Gestöbers.

Heute kam kurzzeitig der Winter nochmal zum Zuge. Heute früh märchenhaft glitzernde Fahrbahn, auf der ich in einer Kurve dann auch glatt mit meinem Fahrzeug umkippte. Dann nachmittags brach ein wildes Schneegestöber los. In den anhängenden Bildern hatte es gerade so im ersten Viertel losgestöbert. Später sah es streckenweise dramatischer bzw. weißer aus.

Das ist zwar alles auch ärgerlich und langsam freut der Mensch sich ja auch auf den Frühling. Dennoch komme ich nicht umhin, auch gerade diese unwirtliche, karge, herbe Schönheit der mittel- bis nordeuropäischen Natur zu bewundern! Wer will schon ewig Sonne und Meer? Vor Jahren hat ein damaliger Bekannter mal in einem Gespräch gemeint, er würde, wenn das Geld und das Urlaubstagekonto es hergeben würde, jedes Jahr von November bis in den Mai z. B. auf eine griechische Insel fliehen. Na gut. Ich akzeptiere das. Für mich käme es aber nicht in Frage. Es gibt eine Zeit für Sonne, die eben auf der Nordhalbkugel irgendwo zwischen Mai und September ist. Und dann gibt es eine Zeit für Dunkelheit, Kälte, Nässe, und im menschlichen Geist damit für Innehalten und auch Besinnen.




Die kalte Germania

Samstag, 10. Februar 2018

Friedrich Hölderlin: Der Neckar



In deinen Tälern wachte mein Herz mir auf
Zum Leben, deine Wellen umspielten mich,
Und all der holden Hügel, die dich
Wanderer! kennen, ist keiner fremd mir.

Auf ihren Gipfeln löste des Himmels Luft
Mir oft der Knechtschaft Schmerzen; und aus dem Tal,
Wie Leben aus dem Freudebecher,
Glänzte die bläuliche Silberwelle.

Der Berge Quellen eilten hinab zu dir,
Mit ihnen auch mein Herz und du nahmst uns mit,
Zum stillerhabnen Rhein, zu seinen
Städten hinunter und lustgen Inseln.

Noch dünkt die Welt mir schön, und das Aug entflieht
Verlangend nach den Reizen der Erde mir,
Zum goldenen Paktol, zu Smyrnas
Ufer, zu Ilions Wald. Auch möcht ich

Bei Sunium oft landen, den stummen Pfad
Nach deinen Säulen fragen, Olympion!
Noch eh der Sturmwind und das Alter
Hin in den Schutt der Athenertempel

Und ihrer Gottesbilder auch dich begräbt,
Denn lang schon einsam stehst du, o Stolz der Welt,
Die nicht mehr ist. Und o ihr schönen
Inseln Ioniens! wo die Meerluft

Die heißen Ufer kühlt und den Lorbeerwald
Durchsäuselt, wenn die Sonne den Weinstock wärmt,
Ach! wo ein goldner Herbst dem armen
Volk in Gesänge die Seufzer wandelt,

Wenn sein Granatbaum reift, wenn aus grüner Nacht
Die Pomeranze blinkt, und der Mastixbaum
Von Harze träuft und Pauk und Cymbel
Zum labyrinthischen Tanze klingen.

Zu euch, ihr Inseln! bringt mich vielleicht, zu euch
Mein Schutzgott einst; doch weicht mir aus treuem Sinn
Auch da mein Neckar nicht mit seinen
Lieblichen Wiesen und Uferweiden.

- Friedrich Hölderlin

Gestern

Gestern hatte ich nachmittags eine Audienz beim Pabst. Ja, wirklich! Und zwar beim Bäcker Pabst am Neutor. Habe mir dort ein sehr schmackhaftes Vollkornbrot für garnicht mal so viel Geld gekauft. Vielleicht gehe ich ja mal wieder zum Pabst. Audienzen dort übrigens innerhalb der Öffnungszeiten ganz ohne vorherige Absprache.

Übrigens ist es hier gerade kalt, trübe und bewölkt. Kein Wetter, das bei mir Lust weckt, draußen herumzulaufen. Gut, sag ich, bleibt er eben hier.

In einer Woche erscheint dann das Magazin "Eiserner Rhein", worauf ich an dieser Stelle dann auch nochmal hinweisen werde.

Dienstag, 6. Februar 2018

Fundstück

Heute vor 270 Jahren wurde Adam Weishaupt, der Gründer eines sagenumwobenen Geheimbunds, dessen Namen ich, damit ihn der Google-Crawler nicht frisst, hier nicht schreiben werde, geboren. Alles Gute, Adam, altes Haus! Nachdem ich, wie jeder gute Mensch, auch immer schon gerne meinen eigenen Geheimbund gründen wollte, dies aber nie geschafft habe, teile ich jetzt wenigstens ein Fundstück hier mit... :

aus: "Grundsätze des Reifkrähen-Ordens"

...

Reifkrähen glauben an Treue und Verbindlichkeit, Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit, Ausdauer, Abhärtung, Gemeinschaft und den Wert des Einzelnen. Reifkrähen wollen miteinander und in Respekt vor der Natur leben. Die Reifkrähen entsagen dem herrschenden Materialismus dieser Zeit, bleiben Lernende und Suchende.

Wir versprechen, den Mut nicht zu verlieren, egal, wie hoffnungslos eine Lage auch sein mag.

Wir versprechen, die Augen stets offen für unsere Bundesschwestern und -brüder zu haben und auch auf die Bedürfnisse des jeweils anderen zu achten. Wir entsagen dem Egoismus. Die Reifkrähen unterstützen sich ganz konkret, mit Rat und Tat, aber auch seelisch und spirituell.

Wir Reifkrähen wissen um die jeweils eigenen Schwächen und Fehler und können uns und unseren Bundesschwestern und -brüdern diese eingestehen.

Wir erkennen an, dass Menschen sehr unterschiedlich sind. Wir versprechen, dass wir aus diesem Wissen heraus auch den Bundesschwestern und -brüdern die Hand reichen,  die anders sind als wir und verpflichten uns zur Pflege des Bandes der guten Kameradschaft.

Diskussionen zwischen Bundesschwestern -und brüdern wollen wir sachlich, ernsthaft und getragen von Respekt führen.

Wir verpflichten uns dem Zusammenhalt und der Zuwendung zueinander im Reifkrähen-Bund.

Zur Stärkung des Seelenlebens, des Bundesgeists, zur Erbauung, Freundschafts- und Kameradschaftspflege werden Kultur- und Singeabende abgehalten, Raum für Gespräche und Diskussionen geschaffen. Vorträge zu verschiedenen Themen bieten Raum, stetig dazuzulernen.
Wir verpflichten uns dem Lebensbundprinzip.


...

Sonntag, 4. Februar 2018

Am Dutzendteich

Dutzendteich und Kongresshalle


Nachdem heute am Nachmittag entgegen meiner Erwartungen doch noch die Sonne rausgekommen ist, schnappte ich mir nochmal das Rad, um an den Dutzendteich zu fahren. Habe mir das seit Wochen schon vorgenommen, mit der neuen Kamera mal um die Kongresshalle herum zu wüten. Aber entweder war ich krank, hatte keine Zeit, oder das Wetter war ungeeignet.  Bin da dann auch recht aktiv gewesen, und die Aktivität bei klirrender Kälte hat gut getan. Später wurden es mir zu viele Menschen und ich bin wieder nach Hause gefahren.

Freitag, 2. Februar 2018

Bauwut

Zur Illustration meiner im gestrigen Beitrag geschilderten einmaligen Bauwut in Russland...

In der Mitte die "Eremitage", der Neubau. Rechts davon ein großes Bauwerk
vergangener Zeiten: Das Kolloseum von St. Petersburg. Links das Bolschoi-Theater.

Jaroslawl hat den Broadway erbaut. Unten im Bild "Christo Redentor",
bekanntermaßen in der Stadt Woronesch erbaut.

Der beleuchtete Broadway.

Donnerstag, 1. Februar 2018

Aktuelle Civ6-Partie: Russland

Das "neue China" - Lyon und Xian. Rechts im Bild das unter russischer Verwaltung
stehende Jiaodong.

Nur um ein bisschen anzugeben. In meiner aktuellen Partie in Civilization 6 spiele ich Russland. In der Vergangenheit hatte die große russische Nation häufiger Probleme mit dem sehr aggressiven Frankreich. Frankreich hatte Teile Spaniens erobert, China komplett besiegt und besetzt, auch verursachte es in Russland Probleme durch den Einsatz von Spionen.

Schließlich habe ich (siehe Bilder) mich irgendwann in Übereinstimmung mit dem ganzen russischen Volk zu einem Militäreinsatz gegen Frankreich entschlossen. Russische Soldaten befreiten nach einer kurzen Zeit Madrid, die ehemalige Hauptstadt Spaniens vom Franzosenjoch und übergaben sie den Spaniern. Anschließend überschritten meine Truppen von Osten her die russisch-französische Grenze in die Gebiete des ehemaligen Chinas. Nach ebenfalls kürzerer Kampfdauer konnten Jiaodong und Xian befreit werden. Die russische Armee marschiere dann weiter auf Lyon, das ebenfalls nach schwachen Abwehrkämpfen fiel. Bei den an den Fall Lyons anschließenden Verhandlungen zu einer gerechten Nachkriegsordnung wurde festgelegt, dass das wiederhergestellte China die Städte Xian sowie Lyon erhalten wird. Jiaodong verblieb unter russischer Verwaltung. Somit ist das neue China nach Westen verlegt worden. Frankreich blieb geschwächt zurück und kann aktuell keinen Schaden auf der Weltbühne anrichten.

Russland begann nun eine in der Menschheitsgeschichte niegekannte Bauphase. Großes Bauwerk um großes Bauwerk entstand, und viele große Persönlichkeiten sind heute der Meinung, dass Sankt Petersburg, die Hauptstadt Russlands, gleichsam die prächtigste Stadt der Welt ist.


Frankreich nach dem Kriege. La Rochelle und Bordeaux sind geblieben, irgendwo
außerhalb des Bildes ist auch noch die den Franzosen belassene Hauptstadt Paris
existent.

Das Haupt der Welt: Sankt Petersburg!

Mittwoch, 31. Januar 2018

Reddit

Immer noch kein Foto von Sonnenschein. Heute Regen...
Habe mich stattdessen bei reddit angemeldet. Auch gut!

Dienstag, 30. Januar 2018

Heute Sonnenschein

Heute hat zu Mittag die Sonne richtig stark geschienen. Februarlicht. Wollte das Himmelslicht noch fotografieren, war aber zu langsam.

Wenn es sich gibt, möchte ich mit meiner neuen Kamera demnächst mal an die Kongresshalle fahren, an einem sonnigen Samstag, und dort Fotos machen.

Samstag, 27. Januar 2018

Hallo Zentrale, bitte sperren!

Untertänigst wird Sperrung folgender Begriffsgewächse beantragt, sofern im Zusammenhang mit Menschen verwendet:

  • "Schwarm..." (bspw. "Schwarmintelligenz")
  • "Rudel..." ("Rudelgucken des Tatorts", "Rudelbesichtigung" ...)

Und zwar aus dem einfachen Grund, dass Menschen weder Insekten noch Raubtiere sind, daher nicht in Rudeln oder Schwärmen auftreten. Ich mag auch diesen dahinterstehenden Gedanken, man müsse alles gesagte mit einem (vermeintlich) spritzigen Wortspiel und Wortwitz garnieren, nicht.

Weiterhin wird Sperrung beantragt für

  • "...nicht auf dem Schirm gehabt."

Auf welchem Schirm denn? Dem Regenschirm? Dem Sonnenschirm? Dem Eurorettungsschirm?
Diese Redewendung ist aus meiner Sicht Resultat eines Zeitalters, in dem die Menschen größtenteils, so wie ich jetzt, vor Bildschirmen sitzen. Daher hat man dann auch alles "auf dem Schirm". Und gleichzeitig wirkt es auf mich ein wenig wie der Traum von der vollen Kontrolle. Houston-gleich verfolgt man, völlig losgelöst in höheren Sphären schwebend, jeden kleinen Schritt der Mission mit Argusaugen... "Hoffentlich habe ich auch alles auf dem Schirm!" denkt sich der besorgte Mensch der Postmoderne und süffelt sein Lifestylegetränk. Aber nein, hat er nicht, und er hat auch den verdammten halluzinierten Schirm nicht, verdammtnochmal verdammt!

Somit beantrage ich, liebes Phrasenschwein, wie gesagt untertängist, die Sperrung dieser Begriffe und sehe schon jetzt einer wohlwollenden Prüfung meines Antrages freudig entgegen.

Freitag, 26. Januar 2018

Krankheit, Bücher

So. Mit mir geht es wieder bergauf, was mich nicht unfroh stimmt.

Habe dieser Tage die "Geschichte der Bienen" ausgelesen. Fand das Buch relativ gut. Hätte ich das Thema nicht eh schon im September 2017 vorerst abschließend bearbeitet, müsste ich mir jetzt nach der Lektüre ernsthafte Gedanken über das wie, wo und ob eines politischen Engagements machen. So bin ich jetzt halt einfach nur bestärkt und ermutigt in meiner damaligen Entscheidung.

Ein bisschen haben mich manchmal einige der auftretenden Charaktere gestört. Und zwar deswegen, weil ich ihr Verhalten unreif und dem eines dreijährigen Kleinkinds entsprechend empfunden habe. "Ich will aber...", Kopf durch die Wand, den eigenen Ruhm vor alles gestellt, Empathie relativ gering... Aber es ist nicht so, als wäre das ein Mangel des Buches, sondern die Figuren sind eben einfach so, und diese Charakterzüge mochte ich nicht.

Alles zusammen aber ein gutes Buch, dass ich schon empfehlen will! Wobei ich es mir wahrscheinlich trotzdem nicht selbst gekauft hätte.

Jetzt habe ich begonnen, "Stalingrad" von Theodor Plievier zu lesen. Brutal, aber auf jeden Fall lesenswert, wenn man sich mit dem Krieg in Rußland beschäftigen will.


Fotos mit alter Kamera

Vor einiger Zeit habe ich ja davon berichtet, dass meine Kamera verschwunden war. Sie ist nun wieder aufgetaucht. Eigentlich schon ein Weilchen. (Habe mir aber trotzdem eine neue gebrauchte Kamera gekauft...)

Die Bilder, die zuletzt mit der ehemals verschwundenen Kamera gemacht wurden, lade ich jetzt einfach mal zur freundlichen Ergetzung hoch. Viel Vergnügen (und Ergetzung!) !










Montag, 22. Januar 2018

Krank

Jetzt hat mich doch noch ein Infekt erwischt.
Gestern war ich wegen einiger Sachen relativ missmutig, teilweise bin ich's immer noch, und schon fing das Halskratzen an, das sich jetzt zu einem Husten auswächst. Nunja, passt ja auch.

Wenn ich so bei diesem Schneeregen die nassen glänzenden Straßen sehe, dann freue ich mich auf den Mai, auf sowas wie Wanderungen durch das frische Grün. Diese Mischung aus Nasskalt, Schweiß und Kälte, Wasser in verschiedensten Formen, macht mich irgendwie müde, sehr müde.

Mittwoch, 17. Januar 2018

Ich erweitere

Ich erweitere meine Buchliste von neulich. Und zwar um Bücher, die ich noch garnicht habe, und um Hörbücher (Habe ich schon, waren Geschenke von einem Freund. Sind aber keine Bücher aus Papier, sondern eben CDs):



Hörbücher:

  • Joseph Prince - Gesund und heil durch das Abendmahl
  • Rick Warren - Leben mit Vision

 Am Freitag bin ich in ein Konzert involviert, vielleicht bin ich deswegen schon jetzt so müde. Es schneit und regnet, der gestrige Tag war etwas viel. Gute Nacht!

Montag, 15. Januar 2018

Kritischer Montag


Bäume, Bäume, Bäume


Kritische Zeiten, jaja.
Ich mag sie so gerne, diese Zeitgenossen, die in diesem wunderbar selbstsicheren Ton das Gegenüber überrollen. Klar, wenn kein Widerspruch kommt, muss man recht haben. Das war schon immer so. Das beweist sich im Vorgang selbst. Ist ja klar. Der Löwe frisst die Gazelle auf, der Beweis ist erbracht, dass die Gazelle unrecht hatte und eh nix getaugt hat. Und der Kranke, der an seiner Krankheit stirbt, ist wahrscheinlich auch irgendwie selber schuld. Der Stärkere nimmt sich sein Recht bzw. das Wort, und wer nicht laut genug, nicht schlagfertig genug, nicht spritzig-witzig genug ist, ist eben (s. o.) selber Schuld und hat abzutreten.
Nee, ganz ehrlich: mich ärgern diese Zeitgenossen mit ihrem unzerstörbaren Selbstvertrauen, die ungeachtet aller Tatsachen und ohne eine Spur von Selbstkritik ihr Gegenüber in Diskussionen in den Boden reden, und sich danach selber auf die Schulter klopfen. Mich ärgert das jedes Mal danach, dass ich nicht schnell genug kontra gegeben habe. Andererseits finde ich es den falschen Ansatz, von jederfrau und jedermann zu erwarten, sich gegen evtl. verbal grenzverletztendes Verhalten prophylaktisch in einen Rhetorikkurs zu begeben (oder, s.o., selber Schuld!)
Und mich ärgern diese Leute, die, weil ihnen für etwas der Sinn fehlt, gleich eine unvorteilhafte Schublade aufmachen, und dann Verhaltensmuster wie oben geschildert.

So. Genug. Die Woche hat gerade erst begonnen! Vielleicht wird's ja besser.

Donnerstag, 11. Januar 2018

Buchliste

So, jetzt folgt mal wieder eine Buchliste. Als Gedächtnisstütze für mich, und damit ich z. B. am Ende des Jahres oder nach einigen Monaten sehe, was ich tatsächlich gelesen habe. Für alle anderen zur evtl. Inspiration und Kenntnisnahme freundlicher Natur.

Gerade fertiggelesen habe ich Theodor Plieviers "Moskau", dafür begonnen mit


Im Wartestand befinden sich:


Frohes Lesen!

Mittwoch, 10. Januar 2018

Schöne Müllerin, leicht obsessiver Müllersbursche

Heute habe ich mir das erste Mal seit längerer Zeit mal wieder die Vertonung der "Schönen Müllerin" von Franz Schubert (wunderbar gefühlvoll und glaubhaft dargebracht von Matthias Goerne und Christoph Eschenbach, auf CD gebannt von der Harmonia Mundi) angehört.
Dabei ist mir in meiner Funktion als Wortklauber und Erbsenzähler eine recht fröhliche Eigenheit aufgefallen. Dem Werk gemäß ist es ja immer der Bursche, der eben von seinen Gefühlen für die titelgebende "Schöne Müllerin" erzählt. Und wie er erzählt, unser Bursche, blumig, begeistert, in den schillerndsten Farben und stärksten Bildern ... doch moment! Bursche, sag, was nährt dein Gefühl eigentlich, was bringt dich zu solchen starken Aussagen wie:

"Frühling, sind das alle deine Blümelein?
Sonne, hast du keinen hellern Schein?
Ach, so muß ich ganz allein,
Mit dem seligen Worte mein,
Unverstanden in der weiten Schöpfung sein!"
(Lied 11, "Mein!")

oder zu solch hingebungsvollen Anrufungen der Geliebten wie:

"O laß mich nur von ferne stehn,
Nach deinem lieben Fenster sehn,
Von ferne, ganz von ferne!
Du blondes Köpfchen, komm hervor!
Hervor aus eurem runden Thor,
Ihr blauen Morgensterne!"
(Lied 8, "Morgengruß")

?

Ja, der Bursche ist, ganz offensichtlich, Feuer und Flamme für die Tochter des Müllers. Nach der kurzen Einleitung (Lied 1-3) aus der Wanderzeit des jungen Müllers (In Lied 4 klingt ja eigentlich schon etwas vom Liebesfeuer für die schöne junge Frau durch. Zumindest als Ahnen, als Funken) wird gejubelt und in Liebesglut geschwelgt.



Aber: Was sagt denn eigentlich sie dazu, die "Schöne Müllerin"? Und, man höre und staune, der Gesamtschatz der Äußerungen des Fräuleins in wörtlicher Rede erschöpft sich in folgendem Satz an den jungen Müller, bei einem Abend oder einer jungen Nacht gemeinsam am Bach sitzend:

" ... Sie sprach: Es kommt ein Regen,
Ade, ich geh' nach Haus."
(Lied 10, "Tränenregen")

Ähm... okay. Nicht unbedingt das, was ich als eine stürmische Liebeserklärung durchgehen lassen würde. Und danach, was kommt danach? Lied 11, mit dem Titel "Mein!"
Und unser Müller überschlägt sich förmlich:

"Bächlein, laß dein Rauschen sein!

Räder, stellt eur Brausen ein!
All' ihr muntern Waldvögelein,
Groß und klein,
Endet eure Melodein!
Durch den Hain
Aus und ein
Schalle heut' ein Reim allein:
Die geliebte Müllerin ist mein!"

Nun... falls ihn seine Angebetete nicht zufällig nachts noch angerufen hat oder ihm eine SMS geschrieben hat, wovon wir Leser und Hörer nichts wissen können, macht mich das doch etwas stutzig, möchte ich den Müllersburschen, der ja durchaus meine Sympathie hat, leicht am Ärmel ziehen und ihm sagen: "Du, Kollege, ich freu mich ja für dich, aber... meinst du nicht, dass das etwas übertrieben ist? Was hat sie doch gleich als letztes zu dir gesagt?" Und er hätte dann auch wirklich gut dran getan, auf solche Ermahnungen zu hören.

" ... Sie sprach: Es kommt ein Regen,
Ade, ich geh' nach Haus."
...s
o geht es dann auch fast zwangsweise in den Untergang, die Müllerin läuft mit dem kraftmeierischen und vitalen Jägersmann davon und unser Müllersgeselle ertränkt sich in seinem Bach. Tragisch!

In diesem Sinne: Gute Nacht!

Dienstag, 9. Januar 2018

Anton-Leidinger-Weg, Schüsselstein, Waldarbeiten

Weg im Wald nahe des Schüsselsteins

Nachdem mir die Wanderung vom Samstag sehr gut gefallen hat, entschloss ich mich, den heutigen Tag, einer meiner letzten Urlaubstage, nochmal dazu zu nutzen, im Wald spazieren oder wandern zu gehen. Mangels großer Kreativität entschied ich mich für eine kleine Route am Tiergarten beginnend den Anton-Leidinger-Weg entlang, abbiegend Richtung Schüsselstein und auf dem selben Weg zurück.

Am Schüsselstein angekommen entschied ich mich, noch eine kleine Runde weiter nach Osten zu gehen, und dort dann in einer Schleife wieder auf den Anton-Leidinger-Weg einzubiegen, was auch eine sehr gute Idee war. Im Wald waren erfreulich wenige Menschen unterwegs, sodass ich mich z. B. ausführlich mit der Frage beschäftigen konnte, was man jetzt im Wald noch hören würde, wäre nicht dieses Dauersummen von der Autobahn her.
Dieser Tage scheinen im Umkreis von Nürnberg überall Waldarbeiten angesetzt zu sein. So begegneten mir einige Mitarbeiter der Forstverwaltung und andere Menschen, die gerade dabei sind, ihr Holz zu fällen.

Beim Überfliegen der Wandertafeln rechnete ich grob die Kilometerzahl für einen Hin- und Rückweg von Nbg.-Tiergarten zum Moritzberg zusammen, was einerseits nach einer sehr anstrengenden Wanderung mit früher Aufbruchzeit klang, andererseits irgendwie auch einen gewissen Reiz hätte ... na mal sehen, was die Zukunft bringt.

Als ich losging, war das Wetter noch ein wenig trübe, später aber klare es auf und ich konnte sogar noch Sonnenstrahlen, die zwischen den  Baumstämmen hindurchrieselten, genießen.

Noch ist der Tag nicht vorbei, aber dennoch kann ich schon jetzt danken dafür, was ich gesehen habe und wie es mir ergangen ist.

Jetzt noch schnell unter die Dusche, und dann sehen wir weiter...


Die Sonne schaut vorbei

Waldarbeiten in der Durchführung

Sonntag, 7. Januar 2018

Wanderung nach Oedenberg




Hochwasser

Nachdem der Samstag ein Feiertag war, und der Dauerregen der vergangenen Tage auch angekündigt hatte, kurz pausieren zu wollen, entschied man sich hier für eine Wanderung nach Oedenberg von Nürnberg aus, Startpunkt Nbg.-Erlenstegen, ca. 32 km in 6,5 Stunden.

Zu Beginn der Wanderung waren noch viele Menschen mit verschiedengroßen Tieren auf den Wegen unterwegs, spätestens ab der Autobahnüberquerung wurden es merklich weniger. Auch habe ich den Eindruck, dass in dem Gebiet jenseits der A3 der ganze Wald irgendwie kräftiger, grüner, gesünder ist. Kann eine Täuschung sein, ist ja nur ein subjektiver Eindruck.

Durch den vielen Regen der letzten Tage ist der Wald zu einer Art riesigem, vollgesogenem Schwam geworden, und all das Wasser, das darin ist, muss irgendwie wieder raus. Daher sieht man dort Bachbetten, die normalerweise trocken sind munter sprudelnde Wasserläufe führen, Wasserspritzer jeder Größe, von kleiner Pfütze bis zu halbem See, sind dort zu finden, und ein frischer Geruch liegt über allem. Einige der Wege, die wir einschlugen, waren, was ein kleiner Nachteil ist, auch ziemlich versumpft. Phasenweise war ein regelrechtes Klettern durch`s Unterholz nötig, um weiterzukommen, da der eigentliche Weg nicht mehr begehbar war.

Etwas düster war der Weg durch den Wald so unter doch meist bewölktem Himmel schon, dennoch ist die Strecke sehr schön, und Oedenberg auch wegen der zwei beliebten Gasthäuser ein gutes Ziel für Wanderer aller Art. Fachwerk und Küchengerüche im Ort, Gedanken an warmen Herd und Holzfeuer.

Gefreut hat mich, dass meine Zeitplanung auch relativ zuverlässig war, sodass wir die gesamte geplante Strecke vor Sonnenuntergang geschafft haben und so sicher wieder zurückgekommen sind. Auch ist meine Lust, wieder mehr in der Natur zu sein, neu erwacht, und es wäre schön, wenn das in 2018 zumindest teilweise Realität werden könnte.


Weg im Wald

Richtung Oedenberg

Ein komplett zugewachsener Baum

Straße von Oedenberg nach Behringersdorf

Am Ortseingang

Ein Grenzstein

"Schön ist der Wald wenn der Tag sich neigt..."

Geheimnisvoller Nebel im Pegnitzgrund

Freitag, 5. Januar 2018

Flic Flac


Lampenlicht im Foyer



Gesternabend begaben wir uns in ein auf dem Volksfestplatz stehendes Zelt, um eine Aufführung des Zirkus (ist das noch ein Zirkus?) Flic Flac zu bewundern. Ich weiß nicht, wie es dem evtl. Leser geht, jedenfalls bin ich ein Mensch, der normalerweise eher nicht im Zirkus ist, vielleicht das ganze Konzept "Zirkus" ein bisschen angstaubt findet. Nun, jedenfalls hat mich hier etwas erwartet, das ganz anders ist, großartig anders. Das klingt jetzt wage, und bestimmt kann das nicht alle Welt nachvollziehen, aber mir war's so, als öffnete sich da eine Tür zu einer ganz neuen wunderbaren Art der Unterhaltung. Anders kann ich es nicht sagen.

Der Abend jedenfalls war sehr gelungen. Auf dem Heimweg spiegelte sich noch Lampenlicht in Bächen aus Regenwasser, dazwischen Menschen in Emotionen, dahinter drohend der Torso der Kongresshalle, und kein Mond, nur elektrischer Zauber über allem hingebreitet.


Donnerstag, 4. Januar 2018

Verlust

...und jetzt beginnt das neue Jahr gleich mit einem Verlust. Unter bisher nicht geklärten Umständen habe ich nämlich meine Digitalkamera verloren, die ich seit nun sieben Jahre besitze. Auch hartnäckiges Suchen hat kein Ergebnis gebracht, genausowenig wie das Fundbüro und sogar der Anruf in einem Laden, in dem ich in den letzten Tagen gewesen bin.

Zwar sagen mir einige Leute noch, dass sie irgendwie davon ausgehen, dass die Kamera wieder auftauchen wird, ich glaube das aber nicht. Aktuell prüfe ich also, woher ich ein Ersatzmodell beschaffen kann und welches es sein wird. Bislang habe ich aber noch keine Kamera gesehen, bei der ich ganz sicher bin, dass sie für mich das richtige ist, zumal ich auch kein Vermögen ausgeben kann/will.



Mittwoch, 3. Januar 2018

Eine Reise in die Quadratur des Kreises

So, das neue Jahr hat begonnen, ich erfreue mich ganz guter Gesundheit und bin eigentlich auch froh und guter Dinge. Und weil das so ist, überlege ich natürlich, was ich nun Schönes mit meiner mir so gewährten Zeit anfangen könnte. Und unter anderem bin ich nun darauf verfallen, mal wieder eine Wanderung zu unternehmen. Da ich nun ab und zu gerne neues ausprobieren möchte, neuen Kontakten den Weg nicht absichtlich versperren und zusätzlich den Vorteil der Kollektivmotivation nutzen, habe ich mich zum Jahresbeginn in einer dieser Onlinegruppen für gemeinsames Wandern angemeldet.

Nun zieht sich aber mein erster Vorschlag unbillig in die Länge, und zwar, weil noch diskutiert wird, wie man bei einem Weg, der in vier Stunden von A nach B geht, doch noch mit dem Auto fahren könnte, also nach dem man in B angekommen ist, wieder zum Auto nach A kommen kann... Mein Einwand, dass man das eben garnicht ohne weiteres kann, wird auch fleißig ignoriert und so recht will auch das Werben für die dort sehr gute Verbindung mit der Bahn nicht fruchten.

Dabei würde ich, wenn möglich, beim Wandern immer für die Bahn votieren. Und zwar, weil in der Natur unterwegs sein, und dort mit der Karre hinqualmen für mich irgendwie nicht passt. Das ist wie mit dem Bomber zum Friedenskongress einfliegen. Irgendwie der Natur der Sache widersprechend. Klar, manche Naturschönheit ist nicht so einfach mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Gut, das mag eine andere Sache sein. Aber da, wo es geht ... ? Für mich gehört das auch immer dazu, erschöpft in einem Bahnsitz liegen, Gespräche aus dem Abteil hören, manchmal auch von den Mitreisenden gestört werden. Da ist man draußen in der Welt und ihrem Tun.