Sonntag, 31. Dezember 2017

Letzter Tag

Der letzte Tag


Heute früh war kurz die Sonne zu sehen, jetzt gibt es wieder Wolken, die da so bedeutungsschwanger über die Stadt fahren. Der letzte Tag, der letzte Abend des alten Jahres. Aha, soso?
Da sollte man jetzt bestimmt positiv gestimmt sein, sich freuen, auf was noch kommen mag. Bin ich auch irgendwo, aber insgesamt ist ein gewisser Hang zur Skepsis in meinen Gedanken festzustellen.
Ich freue mich auf Dinge wie das geplante Onlinemagazin. Auch auf z. B. Erlebnisse in der Natur. Skeptisch bin ich z. B., was das Zwischenmenschliche angeht, auch meine Gemeinde.
Es werden jetzt fünf Jahre, dass ich beschlossen habe, Antworten auf meine Fragen über den Glauben zu suchen. Bin ich fündig geworden? Ich bin nicht sicher. Ich könnte sicherer sein, wenn die Möglichkeiten gegeben wären, eben diese Fragen näher zu beackern. Und diese Möglichkeiten bestehen in großen Teilen leider momentan nicht. Das muss ich einfach mal so feststellen. Ohne großes Lamentieren. Es ist einfach so. Infolgedessen sind dann auch andere Themen irgendwie weiter nach Vorne gerückt.
Vieles hat sich auch eingespielt, ist zur Routine geworden, und auch das sehe ich eher skeptisch. Es bleibt Sehnsucht nach Aufbruch.

Heute im Jahresabschlussgottesdienst (der bezeichnenderweise auch für mich nicht diese Möglichkeit zum Nachdenken wie in den Vorjahren bot) habe ich auch wieder einen Bibelvers für das neue Jahr (quasi als Vorschlag einer Überschrift) gezogen. Dieser lautet:

"Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist."
- Lukas 6,36

Auf gewisse Weise kann ich diesen Vers gut annehmen. Da sind mal keine großen Aufbrüche gemeint. Keine "Gerechtigkeit". Keine gefühlten Forderungen. Barmherzigkeit ist die Haltung angesichts der mangelnden Perfektion der Menschen und Umstände, denen ich täglich begegne. Aber auch angesichts des Mangels an Perfektion und angesichts des Scheiterns meiner eigenen Person in Teilen. Und "...wie auch euer Vater barmerzig ist" bezieht für mich auch die Zusage von Gottes bedingungsloser Barmherzigkeit mit ein.


 Dann zum Abschluss noch ein bisschen Zwangloseres und Lockeres (nach so viel ernstem Zeug):
 In 2017 waren für mich z. B. positiv / habe ich mich gefreut über ...

  • Dass ich (wieder) regelmäßig(er) lese
  • Verschiedene Reisen zu schönen Plätzen
  • Gesundheit

Ich hoffe/freue mich auf/ ... in 2018:

  • Das Online-Magazin "Eiserner Rhein"
  • Mehr in die Natur zu kommen (Wandern, Reisen, Camping)
  • Viel schönes mit der Dame des Hauses gemeinsam unternehmen


So wünsche ich nun Ihnen, lieber Leser, einen guten Übergang nach 2018.

Dienstag, 26. Dezember 2017

Ein klein wenig

Dunkel wird's.


Vorsicht. Dieser Beitrag könnte Spuren von Ironie enthalten.

So... Die Feiertage sind vorbei, und für mich geht es morgen wieder (für ein paar Tage) in die Werktätigkeit zurück. Mir schwirrt ein bisschen der Kopf. Vielleicht aber auch nur, weil ich zu wenig Tee und Wasser getrunken habe. Mir wurde heute klar, dass manche Internetforen einfach von hinten bis vorne Mist sind. Jede Diskussion vergebens. Weiterhin klar wurde mir, dass es egal ist, ob man in sozialen Netzwerken Bilder verwendet oder nicht, wenn man eben einfach die falsche Person ist. Ansonsten, wenn ich nicht gerade allein bin, fühle ich mich ein klein wenig einsam..

Samstag, 23. Dezember 2017

Tagesbilanz des dreiundzwanzigsten Dezembers Zweitausendundsiebzehn

  • Erfolgreich alle Geschenke verpackt 
  • Im Wald spaziert (...vor Mountainbikern, Tierbesitzern, laut telefonierenden Joggern, fröhlichen Gruppen davongelaufen....)
  • Persönliche Andacht gehalten
  • Jemandem gratuliert
  • Fast vom Hund gefressen worden
  • Als gebürtiger Nürnberger, der nie außerhalb der Stadt gewohnt hat mal eben (ehrenhalber?) brieflich zum Fürther ernannt worden. (Danke, danke!)

"Wenn aus dem Himmel"

Neulich von Bruno Ganz gelesen, mit Musik untermalt, gefunden, und für schön befunden. Daher hierher transportiert. 


Nahe Brunn im August


Wenn aus dem Himmel hellere Wonne sich
Herabgießt, eine Freude den Menschen kommt,
Daß sie sich wundern über manches
Sichtbares, Höheres, Angenehmes:

Wie tönet lieblich heilger Gesang dazu!
Wie lacht das Herz in Liedern die Wahrheit an,
Daß Freudigkeit an einem Bildniß -
Über dem Stege beginnen Schaafe

Den Zug, der fast in dämmernde Wälder geht,
Die Wiesen aber, welche mit lautrem Grün
Bedekt sind, sind wie jene Haide,
Welche gewöhnlicherweise nah ist

Dem dunkeln Walde. Da, auf den Wiesen auch
Verweilen diese Schaafe. Die Gipfel, die
Umher sind, nakte Höhen sind mit
Eichen bedeket und seltnen Tannen.

Da, wo des Stromes regsame Wellen sind,
Daß einer, der vorüber des Weges kommt,
Froh hinschaut, da erhebt der Berge
Sanfte Gestalt und der Weinberg hoch sich.

Zwar gehn die Treppen unter den Reben hoch
Herunter, wo der Obstbaum blühend darüber steht
Und Duft an wilden Heken weilet,
Wo die verborgenen Veilchen sprossen;

Gewässer aber rieseln herab, und sanft
Ist hörbar dort ein Rauschen den ganzen Tag;
Die Orte aber in der Gegend
Ruhen und schweigen den Nachmittag durch.

- Friedrich Hölderlin


Donnerstag, 21. Dezember 2017

Manchmal...

Manchmal kommt man allein mit gutem Willen nicht sehr weit. Es gibt Leute, die sind dagegen imun. Man kann noch so freundlich gesinnt sein, sein Wohlmeinen groß und breit vor sich hertragen, sie werden immer eine Verschwörung wittern, und immer den extrakritischen Maßstab anwenden. Gestern so erlebt. Habe die Diskussion (die auch eigentlich keine werden konnte, weil die Meinung auf der Gegenseite wahrscheinlich eh von Beginn an feststand) dann beendet.

Irgendwie ernüchternd. Missverständnis vorprogrammiert, und das Scheitern.


P.S.: Trotz Winterbeginns ist heute der Tag der Wintersonnwende, und langsam wird's nun auch wieder heller.

Dienstag, 19. Dezember 2017

Ratte rettet sich selbst

Als ich heute an meinem Arbeitsplatz die sanitären Anlagen aufsuchte, begegnete ich dort einer munter planschenden Ratte... ja, tatsächlich! Als ich den Raum betrat, scheint sich die Ratte aber gestört gefühlt zu haben. Sie flüchtete mit einem beherzten Sprung in eine Kloschüssel und ward nicht mehr gesehen. Zurück blieb ich, relativ schockiert. Ob das wohl eines der Zeichen für das nahende Weltende ist?

Freitag, 15. Dezember 2017

Der wandernde Musikant

Muͤrriſch ſitzen ſie und maulen
Auf den Baͤnken ſtumm und breit,
Gaͤhnend ſtrecken ſich die Faulen,
Und die Kecken ſuchen Streit.

Da komm' ich durch's Dorf geſchritten,
Fernher durch den Abend kuͤhl,
Stell' mich in des Kreiſes Mitten,
Gruͤß' und zieh' mein Geigenſpiel.

Und wie ich den Bogen ſchwenke,
Ziehn die Klaͤnge in der Rund'
Allen recht durch die Gelenke
Bis zum tiefſten Herzensgrund.

Und nun geht's ans Glaͤſerklingen,
An ein Walzen um und um,
Je mehr ich ſtreich', je mehr ſie ſpringen
Keiner fraͤgt erſt lang: warum? —

Jeder will dem Geiger reichen
Nun ſein Scherflein auf die Hand —
Da vergeht ihm gleich ſein Streichen,
Und fort iſt der Muſikant.

Und ſie ſeh'n ihn froͤhlich ſteigen
Nach den Waldeshoͤh'n hinaus,
Hoͤren ihn von fern noch geigen,
Und gehn All' vergnuͤgt nach Haus.

Doch in Waldes gruͤnen Hallen
Raſt' ich dann noch manche Stund',
Nur die fernen Nachtigallen
Schlagen tief aus naͤcht'gem Grund.

Und es rauſcht die Nacht ſo leiſe
Durch die Waldeseinſamkeit,
Und ich ſinn' auf neue Weiſe,
Die der Menſchen Herz erfreut.

aus: Joseph von Eichendorff - Der wandernde Musikant


(Anm.: Wunderbar vertont von "Jahrtal")

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Theodor Plievier - Moskau



Im Antiquariat bestellt, heute erhalten: "Moskau" von Theodor Plievier.
Habe vor einiger Zeit etwas über den Autor und seine Trilogie über den deutschen Überfall auf die Sowjetunion (Moskau-Stalingrad-Berlin) gefunden, und wollte nun die Bücher gerne selber lesen, um etwas dazuzulernen. Leider konnte ich nirgendwo Informationen dazu finden, ob die Bücher in einer bestimmten Reihenfolge gedacht sind. Plievier hat als erstes Buch nämlich "Stalingrad" geschrieben, dann "Moskau", und dann "Berlin". Allerdings wäre die tatsächliche Chronologie (und in dieser Reihenfolge werden die Bücher im Internet auch häufiger genannt) ja wie oben Moskau-Stalingrad-Berlin. Habe nun beschlossen, zuerst Moskau zu lesen. Sollte mir dann bei der Lektüre auffallen, dass das so nicht geht, muss ich eben abbrechen und erstmal mit "Stalingrad" beginnen.

Momentan bin ich aber erstmal noch dabei "Die drei Sonnen" von Cixin Liu zu lesen, das mir bisher gut gefällt.

Sonntag, 10. Dezember 2017

Bis auf weiteres: Schnee


In der weißen Hölle von Nürnberg. So, oder so ähnlich, heißt ein reißerischer (und nie gedrehter!) Film über die Wetterverhältnisse an manchen der letzten Tagen hier am Orte...

Es friert Stein und Bein, mit dem Rad unterwegs zu sein ist kaum möglich. Aber schön ist's! Also optisch jetzt.

Der heutige Tag setzte sich aus Gottesdienst, frieren und gemeinsamem Verzehren von Speisen zusammen. Auf dem Weg zurück begegnete uns dann auf einem Stadtteilweihnachtsmarkt noch überraschend der zukünftige bayerische Ministerpräsident. Stand einfach da und sagte was. Neben Christkind und einem Werbebanner für irgendwas. Verschlafenen Auges sah ich kurz in seine Richtung. Bevor ich mich aber genauer mit diesem Phänomen beschäftigen konnte, setzte es wieder zu schneien an, und in meinen vor Kälte tränenden Augen verschwamm die ganze Umgebung zu einem Meer aus Milchglas.


Mittwoch, 6. Dezember 2017

Autorensuche und Tristesse

Heute freue ich mich, weil ich vermutlich noch einen zusätzlichen Autor für den "Eisernen Rhein" gewinnen konnte. Somit ist das Projekt ein Stück weiter gediehen! Und das im December, wo ansonsten nicht so viel wächst und grünt. Bis auf die Barbarazweige  ... !

Montag, 4. Dezember 2017

Abenteuer Rad im Schnee




Seit gestern wie gesagt Schnee. Auch die Nacht hindurch schneite es. Aus Gründen des Wahnsinns bin ich dann trotzdem heute früh mit dem Fahrrad aufgebrochen. Gut, man muss sagen, dass ich im letzten Jahr auch bei Schnee geradelt bin, und die Erfahrung gemacht habe, dass, sobald man auf den Hauptstraßen ist, es eigentlich geht, weil hier ganz gut geräumt wird.

Heute war es aber doch ziemlich gewagt... dementsprechend war mein Weg ein Zickzackkurs über Gehwege (wegen nicht geräumter Radwege), Straßen mit geräumtem Radweg, teilweise auch einfach zu Fuß, weil es mir zu riskant erschien, weiter auf dem Rad zu sitzen.

Der Weg nachmittags in die Gegenrichtung war dann aber wieder unproblematisch, weil die erste Schneewelle weggetaut war, und der Räumdienst inzwischen auch aufgeholt hatte.

Jetzt sitze ich hier, es frieren Stein und Bein, und erwarte diverse besondere Ereignisse im Leben.

Sonntag, 3. Dezember 2017

Schneefall

Noch etwas verschwommene Sonne

Es friert Stein und Bein und schneit. Eigentlich sehr schön! Gestern fand im Stadtteil, in dem u. a. unsere Gemeinde ist, wieder der alljährliche Adventsmarkt statt. Nach ca. einer Stunde und etwas mehr, wusste ich für meinen Teil wieder, was Kälte ist, und war sehr froh, mir just an diesem Tag auch ein paar Skihandschuhe gekauft zu haben, die zwar nicht komplett gegen jede Kälte abschirmen, aber doch das schlimmste Übel lindern...

In zwei Wochen dann findet die erste "Redaktionssitzung" unseres Magazins in Gründung "Eiserner Rhein" statt, mit Ideenaustausch und Pläneschmieden.

In der Gemeidne steht auch wieder Plänemachen und Wandel an. Unser Pastor geht, und im Spätsommer soll dann ein neuer Pastor (bzw. eine neue Pastorin) kommen. Wenn alles gutgeht.

Wir sehen, es ist ja eigentlich alles ständig irgendwie im Wandel und Werden, und fast nie bleibt alles mal ruhig und wie es war.

Mittwoch, 29. November 2017

Das Jahr geht dahin // Hoffnung!

Da ist der November schon fast vorbei. Täglich ziehen graue Wolken durch den Himmel, oft regnet es. Mir persönlich kommen da schon häufiger auch schwere Gedanken. "Was habe ich eigentlich erreicht in meinem Leben?" "Sind nicht viele Sachen, die ich begonnen habe, garnicht richtig zu Ende gekommen? Auf halber Strecke verdurstet?". Oder ich denke an liebe Menschen, die irgendwann aus meinem Blickfeld verschwunden sind, und die mir jetzt fehlen.

Im Psalm 113 begegnen mir folgende Gedanken über Gott:

" 5 Wer ist wie der HERR, unser Gott, der in solcher Höhe thront? (2. Mose 15.11) (Jesaja 57.15) 6 Der so tief heruntersieht, auf den Himmel und auf die Erde; (Lukas 1.48) 7 der den Geringen aufrichtet aus dem Staub und den Armen erhöht aus dem Schmutz, (1. Mose 41.40-41) (1. Samuel 2.8) 8 daß er ihn setze neben Fürsten, neben die Fürsten seines Volks; 9 der die Unfruchtbare im Hause wohnen macht, daß sie eine fröhliche Mutter von Kindern wird. Hallelujah!"

(Quelle: www.bibel-online.de)



Gott, der sich für die in den Augen der Gesellschaft Gescheiterten begeistert, und ihr Schicksal wenden will. Sogar die Unfruchtbare (in den alten Zeiten eine große Schande) soll eine fröhliche Mutter von Kindern werden. Gerade dieser neunte Vers macht mir dann Mut. Das scheinbar Verdorrte, Unfertige, Unansehnliche ist vor Gott möglicherweise garnicht so verdorrt, unfertig, unansehnlich. Mir macht das Mut zum Vertrauen in diesen Gott, der meine vielleicht manches Mal krummen Wege auch gerade machen kann. Der uns in seinem liebenden Blick behält.


Blauer Himmel



So liebe ich dich nicht;
doch wenn der Sturm durch deine Weiten brüllt
und wenn die Wolken wiederum
wie Winterwölfe durch dich fahren
heißhungrig und vor Hunger stumm,
wird meine Unruh offenbaren,
wie ich nach deiner Freiheit lechze.
So liebe ich dich nicht,
so nicht in deinem wolkenlosen Prahlen,
denn diese prahlerische Reinheit
drückt mich tot, wie man ein Blatt zerdrückt.

"Blauer Himmel",
Gustav Sack,  1885-1916 

Freitag, 24. November 2017

Fotos

2005 - Der Proberaumkomplex, in dem der Proberaum
meiner damaligen Band gewesen ist.
Weiß nicht, ob das heute noch existiert. Die Band
jedenfalls auch schon fast 10 Jahre nicht mehr ...



... und schon ist es wieder Freitag!

Bin gerade dabei, alte Fotos von 2004-2007 anzuschauen. Das wirklich erschreckende dabei ist, dass mit dieser ganzen Digitalfotografie (klar, Fortschritte in der Auflösung hat es natürlich schon gegeben, aber ... ) alle Fotos immer so aussehen, als wären sie gerade gestern erst gemacht worden. Und so sehe ich da eine Person, die vor über 10 Jahren einmal ich gewesen bin, und so ganz ohne Patina auf dem Bilde könnte ich auch behaupten, dass wäre mein jüngerer Bruder, der in einer anderen Stadt lebt ...

Für mein evtl. in 2018 kommendes Onlinemagazin "Eiserner Rhein" habe ich jetzt schon einige potentielle Autoren geworben, und inzwischen würde ich mich wirklich freuen, wenn das Projekt Wirklichkeit würde. Suche auch schon fleißig gemeinfreie historische Bilder zusammen, die dann diese gewisse Ästhetik, die ich zelebrieren will, unterstützen würden.

Morgen kreuzen sich dann gewisse Elemente aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Nach dem Besuch des (Vor-)Adventsbasars meiner Gemeinde geben wir (aktuelle Band) ein Konzert, zu dem auch mögliche Autoren des "Eisernen Rheins" und gleichzeitig alte Bekannte möglicherweise erscheinen. So Gott will!
Guten Abend!





Montag, 20. November 2017

Wieder mit Templates herumgespielt

Heute hat mich wieder ein bisschen Bastelwut befallen. Seit längerer Zeit überlege ich ja, ein Online-Magazin namens "Eiserner Rhein" zu begründen (wobei ich ehrlich gesagt keine konkrete Idee habe, womit sich das Magazin beschäftigen soll. Nur so eine gewisse ästhetische Idee ist vorhanden. Das finde ich einen ganz guten Ansatz... ;) ). Vor einiger Zeit habe ich schonmal versucht, mit den Vorlagen des Google-Blogger herumzuexperimentieren, was die Anpassbarkeit angeht. Heute habe ich nun damit weitergemacht und tatsächlich etwas erstellt, was mir optisch ganz gut gefällt. Vielleicht präsentiere ich es dieser Tage mal hier. Aber davor möchte ich noch ein bisschen weiterbasteln. Muss auch sehen, ob ich es schaffen würde, eine einigermaßen taugliche Benutzerführung zu erstellen. So, jetzt ruft erstmal die Küche! Guten Abend!

Freitag, 17. November 2017

Testfahrt Äußere Laufer Gasse

Blick auf die Beckschlagergasse in Richtung Äußere Laufer Gasse

Seit gestern wurde die Verkehrsführung in der Beckschlagergasse und der Äußeren Laufer Gasse verändert. Waren beides früher Einbahnstraßen in jeweils entgegengesetzte Richtung, so sind jetzt beide Straßen in beide Richtungen zu befahren. Im Falle der Äußeren Laufer Gasse hat das für mich wenn ich mit dem Rad unterwegs bin bei einigen Gelegenheiten einen gewissen Stressvermeidunngs- und Zeitspareffekt.

Daher wollte ich es mir heute nicht nehmen lassen, die besagte Gasse gleich stadtauswärts zu befahren. Auch um zu testen, ob meine Befürchtungen, evtl. massiv von mit Wirkung zum 16.11. zu Geisterfahrern gemachten Autos bedrängt zu werden, sich bewahrheiten würden.

Meine erste Testfahrt war auch ein Erfolg, zumindest teilweise. Ich bin weder getötet noch verletzt worden, und im Vergleich zur Route stadtauswärts über die bei mir fast verhasste Wöhrder Wiese (Radler fahren in falscher Richtung, verzichten auf Handzeichen beim Abbiegen, Fußgänger laufen in Schlangenlinien herum, Hunde mit Selbstmordabsichten springen aus dem Gebüsch, hier ist plötzlich ein Teil des Weges nicht mehr für Radler freigegeben, dort auch, hier ein Kind, dort ein ... ... ) an manchen Tagen war die Fahrt auch nicht sehr stressig.

Mit einem Geisterfahrer hatte ich trotzdem zu tun, dem ich relativ aufgebracht und gestenreich zu verstehen zu geben versuchte, er möge zurück in seine Spur wechseln. Besagter Fahrer scheint nun (womit er am 15.11. auch noch vollkommen Recht gehabt hätte) der Meinung gewesen zu sein, ich wäre der Geisterfahrer, worauf wiederum er mich bei kurzem Anhalten aufmerksam machen wollte. Wir konnten uns dann aber ganz freundlich einigen, und mir tut`s jetzt leid (trotz berechtigten Grundes, es ist einfach keine so schöne Erfahrung, ein Auto mit höherer Geschwindigkeit direkt auf sich zufahren zu sehen...), so aufbrausend reagiert zu haben. Mein "Kontrahent" war nämlich eigentlich ganz nett.

Schönes Wochenende und sichere Fahrt!



Deutsche Vereinigung der Ex-Geisterfahrer e. V.
P.S.: Verkehrsführung geändert


Blick zur neugestalteten Kreuzung

Donnerstag, 16. November 2017

Wiederaufbau

Der Nidaroser Stadtkern ist fast saniert. In den Außenbezirken herrscht aber
noch Chaos!


Nachdem nun in meiner aktuellen Partie schon wieder einige Zeit Frieden herrscht, schreitet auch der Wiederaufbau meiner Hauptstadt Nidaros voran. Das Stadtzentrum ist schon wieder relativ schön hergerichtet, und Schritt für Schritt verschwinden auch die verkokelten Ruinen aus dem Stadtbild. Die alten Bezirke werden wieder hergestellt und die Bevölkerung wächst wieder. Möge der Stadt der Frieden erhalten bleiben und sie blühen!


Der Aufbau schreitet voran: Der heilige Bezirk (unterhalb der Hochhäuser)
hat seinen Schrein und die Stabkirche bereits wieder in alter Schönheit.

Mittwoch, 15. November 2017

Zweiter Brüsselkrieg, Halskratzen

Wieder ein kurzer Bericht aus meiner aktuellen Civilization-6-Partie, in der ich, wie vor kurzem erwähnt, Norwegen bin.

Nachdem ich vor einiger Zeit meinen Verbündeten, den Stadtstaat Brüssel, mit militärischen Mitteln vor einer Annektion durch die benachbarten Amerikaner retten konnte, herrschte länger Frieden. Norwegen verfolgte sein Projekt, die letzten unbesiedelten Flächen auf dem Planeten mit fleißigen norwegischen Kolonisten zu besiedeln, gab sich der Verbesserung der heimischen Infrastruktur hin, und niemand rechnete damit, dass der aggressive US-Imperialismus wieder aufleben könnte.

Die Weltgemeinschaft sollte sich täuschen! Erneut drangen US-Truppen unprovoziert auf das Territorium Brüssels ein. Nach einer kurzen Debatte entschied das norwegische Parlament (bzw. der faschistische Großrat, oder so, denn ich muss zu meiner Schande gestehen, die Regierungsform Faschismus eingeführt zu haben, ungeachtet meiner eigentlich relativ zivilisierten Politik...), erneut zu intervenieren. Es folgte eine Kriegserklärung an Amerika.

Der so entfachte Krieg sollte sich als blutiger und größer erweisen, als der 1. Brüsselkrieg. Das norwegische Volk musste die heftige Bombardierung seiner Städte hinnehmen. Nach einer Zeit griffen die Amerikaner sogar zu Massenvernichtungswaffen: Auf die norwegische Hauptstadt Nidaros wurde die erste amerikanische Atombombe abgeworfen. Ungeachtet dieses Tabubruches, der Norwegen im Übrigen die Solidarität der Weltgemeinschaft einbrachte, hielt das norwegische Heer an der Belagerung von Los Angeles fest. Zeitgleich arbeiteten norwegische Forscher fieberhaft ebenfalls an der Fertigstellung einer Atombombe. Dies gelang einige Zeit später und ein Vergeltungsangriff auf eine der größten amerikanischen Städte, San Antonio, folgte.
Nach heftigen Kämpfen schließlich konnte auch Los Angeles von den Norwegern eingenommen werden. Die norwegische Offensive richtete sich nun auf die Einnahme von New Orleans.

Hier nun stellten sich Schwierigkeiten ein. Erste Anzeichen von Rohstoffmangel machten sich bemerkbar, die fanatisierte US-Führung griff weiterhin erneut auf den Einsatz von Nuklearwaffen gegen die ohnehin schon hart gebeutelte Stadt Nidaros zurück.
Ungeachtet dessen ging die Belagerung von New Orleans weiter...

Schließlich siegte vorerst die Vernunft: Unterhändler Amerikas und Norwegens handelten einen Friedensvertrag aus, der neben der Übergabe wertvoller amerikanischer Kulturschätze an Norwegen hohe Reparationszahlungen, sowie das permanente Abtreten von Los Angeles und die Übergabe von New Orleans an Norwegen festlegte. Nun herrscht Frieden, auch wenn Teile der Spielwelt in Trümmern liegen und Städte wie Nidaros und San Antonio erst wieder aus der Asche hervorklettern müssen. Das Misstrauen ist groß. Wird der Frieden diesmal halten?


Teile der Spielwelt nach Abschluß des norwegisch-amerikanischen
Friedensvertrags




Die verkohlten Reste der norwegischen Hauptstadt Nidaros

Hinweis: Für Nicht-Civilization-Spieler könnte sich das alles verwirrend oder gar empörend lesen. Leider ist der Autor dieses Online-Tagebuch der Civilization-Spielreihe seit dem ersten Teil in den 90er Jahren verfallen. Daher kann ich über evtl. entstehende Empörung/Verstörung/Verwirrung leider nur mein größtes Bedauern äußern.



Was gibt es sonst? Ich habe ein bisschen Halsweh und fühle mich sehr müde. Ungetrübt jedoch ist meine Hoffnung, trotzdem  bei guter Gesundheit zu verbleiben.

Sonntag, 12. November 2017

Worte in Novembergrau

Im Bild: Das Wetter!

Die Kälte der letzten Tage hat heute ihren vorläufigen Höhe- bzw. Tiefepunkt erreicht. Aus den Himmeln fällt eine kalte, nasse Mischung aus Wasser und gefrorenem Wasser herab. Ekelhaft! Da freue ich mich sehr über meine neulich erstandene Regenhose. Nach wie vor hält sie mich (im Gegensatz zu meinen Jacken, die nur bedingt und für eine Zeit lang wasser abhalten können) bei Regen auf dem Rad trocken, und so war der Weg vom Gottesdienst nach Hause heute trotz stärkeren Regens nicht so unangenehm wie früher.

Wenn ich nicht gerade hier sitze, den Verfall der Sitten beklage und dazu extreme Heavy-Metal-Musik höre (z. B.), spiele ich eine ganz amüsante Partie Civilization 6.
In dieser führe ich die Nation der Norweger. Mein Staat ist unter den minder hochentwickelten Nationen, nichtsdestotrotz habe ich einige Achtungserfolge wie den Bau der Wunder "Kolossus", "Waffenkammer der Stadt Venedig", des Bolschoi-Theaters und des Eifelturms erzielt. Meine Nation grenzt unter anderem an die USA. Deren Führer ist ein blutgeifernder Tyrann, dessen Ziel es zu sein scheint, die umliegenden Stadtstaaten zu unterwerfen.
Eines Morgens überschreiten die Amerikaner auch die Grenze zum Stadtstaat Brüssel. Im Weißen Haus rechnet man mit einem kurzen Blitzkrieg und einer problemlosen Integration Brüssels in die eigene Nation. Bei vergangenen Annektionen haben auch die Nachbarländer immer schön geschwiegen. Doch diesmal geschieht das unerwartete: Norwegen, das gute Beziehungen zu Brüssel pflegt, tritt auf der Seite Brüssels in den Krieg ein, und norwegische Truppen greifen die Amerikaner an...

...und wenn ich nicht Civilization 6 spiele, lese ich mit großem Vergnügen "Morbus Kitahara" von Christoph Ransmayr.

Schönen Sonntag!


Donnerstag, 9. November 2017

Hysterische Grundstimmung und Spannungen

Vielleicht bin ich einfach zu langsam. Gestern hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass für Personen mit nicht eindeutigen Geschlechtsmerkmalen zukünftig eine Möglichkeit geschaffen muss, in den Personendaten diese biologische Nichteindeutigkeit auch auszudrücken. Und irgendwie habe ich das Gefühl, als wäre es jetzt ganz wichtig, dazu sofort eine fundierte Meinung zu haben. Habe ich die? Nein. Irgendwie klingt's für mich ganz vernünftig. Und irgendwie weiß ich nicht. Was wird das jetzt mitsich bringen? Ein bisschen Angst macht`s mir auch. Und irgendein Teil von mir sagt, dass es eigentlich ganz vernünftig, und für mich auch eigentlich relativ egal ist. Und vielleicht liegt darin der Schlüssel zu einem guten Umgang mit manchen (bei weitem nicht allen!) Phänomenen der Zeit. "Ist's vernünftig? Macht`s was? Kann`s mir a bisserl wurscht sein?" Auch Bedenken mal näher untersuchen. So eine Art Liberalitas Bavariae 2.1.

Mich stört ein bisschen diese von mir so wahrgenommene Debattenwut der letzten Jahre. Irgendwer haut da immer ein besonders zähes Kalbsschnitzel (bildlich gesprochen) auf den Tisch, und dann sollen und müssen alle aufschreien, und schauen, dass das Schnitzel vom Tisch kommt, auf Biegen und Brechen. Ein bisschen verkrampft!


Ein weiteres Thema für mich ist der in meiner Konfession anhaltende Streit um den richtigen und biblischen Umgang mit der menschlichen Sexualität. Trauung für homosexuelle Paare? Homosexuelle Geistliche? Ehe für alle? Und irgendwie sind weltweit dann immer alle ganz schnell bei den Waffen. Ja... ehrlich gesagt habe ich selber in der Hinsicht auch überhaupt keine feste Meinung, über die ich jetzt seitenlang referieren könnte. Lebe da in einem Spannungsfeld. Einerseits denke ich nicht, dass man sich die eigene sexuelle Orientierung aussucht wie ein paar Socken. Andererseits der tatsächliche oder vermeintliche biblische Befund. Habe auch, das muss ich einfach ehrlich mal so feststellen, noch keine stichhaltige Argumentation gefunden, warum die sogenannte "konservative Schule" in der Sache einen falschen Blick bei der Auslegung hätte. Andererseits meine eingangs erwähnte persönliche Meinung, dass so eine sexuelle Orientierung keine Ala-Carte-Bestellung ist. Tja... manche würde an meiner Stelle folgern: "Also stimmt die Bibel nicht!" und sich gänzlich in ein liberales Sammelsurium stürzen. Aber aus Motiven, die ich hier aus Zeit- und Platzgründen nicht näher erklären kann, ist diese Schlußfolgerung nicht die meine. Was tue ich also? Ich lebe in einem theologischen Spannungsfeld aus eigener persönlicher Meinung, aus vielen (mangels Fachwissen und vielleicht mangelndem Interesse jede naturwissenschaftliche Frage bis ins tausendste Teil und darüber hinaus hinein zu erforschen) unbeantworteten Fragen, die wieder mit diesem Wust zusammenhängen, und eben einem persönlichen Bibelverständnis, das weder liberal noch wortwörtlich ist, und einem Glaubensansatz, bei dem ich von mir selber einfach fordere, das Wort Gottes (das für mich in der Bibel offenbart ist) ernst zu nehmen, um eine kolossale Gegen-den-Baum-Fahrt in Zeit und Ewigkeit zu vermeiden...
Leben im Spannungsfeld ... Ja, ganz spannend. Der ein oder andere Bündnisgrüne fände sowas sicher toll. Mich nervt es mehr.

Das beste, was mir zumindest heute an Reaktion auf dieses alles einfällt, ist, eine ökumenische Bibelabendreihe zu besuchen, die heute ihren Beginn hat. Schönen Donnerstag!


Nachtrag: Der Verfasser hat weder zu den Grünen noch zu Kalbsschnitzel eine engere Verbindung!

Mittwoch, 8. November 2017

Abschnittsende

"Alles hat seine Zeit und jegliches Vornehmen unter dem Himmel seine Stunde. Geborenwerden hat seine Zeit, und Sterben hat seine Zeit; Pflanzen hat seine Zeit, und Gepflanztes ausreuten hat seine Zeit."
- Prediger 3,1-2

 

Alles hat seine Zeit

Heute vor einem Jahr fiel der erste Schnee im Jahr 2016.

Ansonsten endet für mich etwas. Vor 9 1/2 Jahren habe ich begonnen, klassischen Gesangsunterricht zu nehmen. Eigentlich war das damals ein Entschluss aus so einer Laune heraus. Ich wollte mit meiner damaligen Band besser werden, und hatte auch das Gefühl, irgendeine zusätzliche schöne und sinnvolle Freizeitaktivität zu brauchen. Habe damals dann bei einer Gesangsstudentin Unterricht bekommen, die sich so etwas zum Studium dazuverdient hat. Nie hätte ich gedacht, dass das so ein langfristiges Projekt wird (ich hätte vielleicht ein oder zwei Jahre geplant), aber es kam dann anders. Irgendwann war die Studentin keine Studentin mehr, meine Band war auch schon lang zu einer bloßen Erinnerung auf Fotos geworden, aber ich erhielt weiter bei meiner Lehrerin Gesangsunterricht, lernte auch viele verschiedene Werke aus allen möglichen Epochen kennen, zog ein paar mal um, und auch sonst hat sich vieles zwischendrin geändert.

Und jetzt endet dieser Abschnitt. Meine langjährige Lehrerin zieht weg und beendet ihre Unterrichtstätigkeit. Und für mich endet damit auch etwas, nämlich ein doch recht langer, interessanter Abschnitt meines Lebenswegs.

Ein Teilbereich in meinem Leben wird zwar vielleicht nicht ganz umgekrempelt, aber doch anders.
Ich sehe das einerseits mit einer gewissen Melancholie, auch, weil dadurch eine direkte Verbindung zu einer ganz anderen Zeit in meinem Leben wegbricht. Anderseits entsteht ja auch Raum für Neues in einem gewissen Rahmen, und ich hoffe, dass ich diesen Raum gut nutzen kann, und vertraue irgendwie darauf, dass Gott mich auch bei dieser persönlichen Veränderung führt und mit mir geht.

Samstag, 4. November 2017

Waldspaziergang

Herbstwald am Schmausenbuck

Nachdem heute das Wetter ganz leidlich gewesen ist, und ich die Perspektive, einen Samstag im Inneren von Räumen oder zwischen Betonwänden eingezwängt zu verbringen, relativ bedrückend fand, begab ich mich zum Schmausenbuck, von wo ich eine kleine Runde durch den Wald spazierte.

Der Herbstwald ist jetzt oft, von leichter Sonne vergoldet, ganz zauberisch. Manchmal ist es schön, einfach ein paar Momente irgendwo stehenzubleiben und zu horchen, auf das Geräusch des Windes in den Zweigen, das leise Plätschern von Wasser irgendwo, oder auch wenig naturromantische Geräusche wie ein vorbeiziehendes Flugzeug.



Wegmarkierung Anton-Leidinger-Weg

Insgesamt bin ich wohl zwei Stunden dort herumgelaufen und habe den Herbst noch etwas genossen, bis es eben wieder regnen wird. Und in Kürze fällt vielleicht auch schon der erste Schnee.



Markiertes Holz

Ein klassischer Waldweg im Nürnberger Land

Dienstag, 31. Oktober 2017

Gewissermaßen

Gewissermaßen ist ja jetzt schon wieder Samstag. Hier streifen gerade, wie ich auf dem Weg von einer anstrengenden Musikrunde feststellen musste, doch einige mehr oder minder kleine Kinder herum, um im Zeichen des Kürbisses an den Haustüren um Süßes zu bitten ...

Und ich wäre jetzt lieber in der Sauna. Es ist draußen richtig schön kalt, also wäre es perfektes Wetter dafür. Stattdessen bin ich jetzt aber hier, und verfasse den letzten Eintrag in diesem Blog im Monat Oktober, kurz bevor ich mir Abendessen mache.

Aber die wahren Themen des Grauens sind nach wie vor ungelöst: Wird es die Jamaika-Koalititon geben, oder gehen jetzt einfach alle Parteien in die Opposition? (Also ich sehe da viel Vorteile. Die Parteiarbeit beschränkt sich dann auf das gelegentliche Absetzen von Facebook-Posts im Stile von "Wir fordern hiermit ... ". Außerdem muss sich niemand mehr im Kompromisse machen üben äh ... sich verbiegen. So heißt das ja heute.
 Weiterhin stellt sich die Frage, ob das Lutherjahr jetzt z. B. von einem, ja, wo wir gerade beim Kompromisse mac äh ... sich verbiegen waren, warum nicht, Puigdemontjahr abgelöst wird. Aber da geraten wir jetzt in sehr seltsames Fahrwasser!

Guten Abend, gut' Nacht!

Sonntag, 29. Oktober 2017

Regen, Regen, Regen

Im Laube

Und so herbstet es vor sich hin... Dieser Tage herrscht fröhlicher Dauerregen, heute, am Sonntag, gab es dann noch einen richtigen Sturm als Dreingabe. Nachdem ich am Freitag auf meinem morgendlichen Radweg in einen starken Regenschauer gekommen bin und infolgedessen großzügige drei Stunden in sehr nasser Kleidung herumlaufen musste (danach war die Kleidung mehr oder minder wieder am Körper getrocknet...), hatte ich entschieden, dringend meine Ausrüstung verbessern zu wollen. So habe ich mir dann eine Regenhose gekauft. Ihren heutigen Probeeinsatz hat sie auch tadellos bestanden.



Burg im Regen

Sonntagmorgens wütete bereits erwähntes Sturmtief. Zweige auf den Straßen, teilweise (siehe Bild!) auch spontane Bildung tourismusmagnetischer Badegewässer.

Am Dienstag ist dann ein Feiertag. Glaube man feiert da einen Kürbis, der irgendwie Reformen durchgesetzt hat... oder so. Genau weiß das ja niemand mehr. Die Grußkarten klären auch nicht so richtig auf. Wahrscheinlich war der Kürbis damals in der Krise. "This is the sound of reformation", "Talking 'bout a reformation", "Viva la Reformacíon!" ... oder so. Wie gesagt, genau weiß mans ja nicht. Vielleicht ist`s auch der St.-Martins-Tag ...


Baderesort "St. Nimmerlein am See"

Jetzt: körbeweise Grußkarten zum St.-Nimmerleins-Tag, und saures Kartoffelgemüse nach niederbayerischer Art. Guten Appetit!


Mittwoch, 25. Oktober 2017

Zwischenbericht

Herbstgoldne Unterbrechung in der Stadt der Architekturverbrechen


Seit ca. 1 1/2 Wochen plane ich nun schon, meine Homepage zu updaten, endlich Bilder (von September) vom Tag an der Donau hochzuladen, auch den neuesten Text einzustellen, usw. ...
Nur immer wieder kommt mir etwas dazwischen. Gut, so muss das, genauso wie mein nächster bereits ausstehender Post im Imperium Romanum, eben noch warten.

Vor ein paar Tagen habe ich das Lebendige Museum Online für mich entdeckt, wo ich einige Zeitzeugenberichte aus der NS-Zeit und dem 2. Weltkrieg in Europa gelesen habe, was sehr lehrreich gewesen ist und auch erschütternd.

Ansonsten mache ich mir ein paar Gedanken über solche Themen wie Kontakte halten, Freundschaft, Verbindlichkeit, usw., zu einem richtigen Ergebnis komme ich dabei aber nicht.

Bis demnächst!



Sonntag, 22. Oktober 2017

Ende Oktober

Regenbogen

In den letzten Tagen war ich oft sehr k.o.
Letzte Woche lief ich so von Termin zu Termin, kam abends erst spät nach Hause, und am nächsten Tag hüllte sich mein Geist dann in Nebel...

Habe auch an meiner ersten Mitgliederversammlung in der ÖDP teilgenommen, was ich als sehr bereichernd empfunden habe.

Gegen Ende der Woche hatte mein Fahrrad plötzlich und zur ungünstigen Zeit einen platten Reifen. Dankenswerterweise haben sehr freundliche Menschen mir beim Abtransport geholfen. Inzwischen ist das Rad wieder "auf den Reifen", und ich hoffe, das bleibt erstmal so.

Der Oktober ist aktuell oft in reines Gold getaucht, nur dann und wann Regen, und Regenbögen, als Zeichen für Gottes ewige Treue.




Ein Eisenmann kämpft sich durch den Oktober



Mittwoch, 18. Oktober 2017

"Eiserner Rhein"

...folgenden Text habe ich heute geschrieben:

Auf den großen marmornen Stufen
Dort an dem schrägen lieben linken Ufer
Da zwischen stechenden säumigen Bäumen und Palmen
Hinter geliebten zerfallenen Mauern und Brücken
Nahe der goldigen glänzenden fliegenden Sonne,
und golden gesäumten gewobenen Wolken
Bei Gräbern der großen und grausamen Väter
Waren wir eins
Kinder
Des eisernen Rheins

Neben den steigenden siegenden Zweigen
Dort an dem schrägen lieben linken Ufer
Zwischen gefrorenen Strömen aus Eisen
Hier bei den wirren und wütenden Tieren
Auf den zerschlagenen steinernen Mauern
Unter dem König bemalt mit Zinnober
Waren wir eins
Kinder
Des eisernen Rheins

Dort an dem schrägen lieben linken Ufer
Zwischen den Spuren gegraben in Steine
Bei grauen Kränen und Seilen aus Silber
Hinter den Hügeln und neben dem Wasser
Neben den Brücken und Büschen am Ufer
Unter nach Süden entfliehenden Sternen
Waren wir eins
Kinder
Des eisernen Rheins


Montag, 16. Oktober 2017

Montags, Eiserner Rhein, Templates

Manchmal, wenn das Wetter so wie gestern und heute ist, golden und rot, und es abends auf so eine wunderbar sentimentale Art dunkel wird, überlege ich mir, eine Art Webmagazin zu gründen. Es trüge dann den Namen "Eiserner Rhein - Der gute Klang der Dinge alter Zeit". Hätte darin dann gerne verschiedene Themen behandelt, von Musik, bis über Berichte zu Wanderungen, Vorstellung von Liedern und Sagen oder kulturelle Besonderheiten verschiedener Weltgegenden.
Daher habe ich heute (halbherzig) ein bisschen mit Blog-Vorlagen herumgespielt, aber aktuell will sich da noch nichts so richtig fügen. Aber am liebsten würde ich das besagte Magazin eh per Hand schreiben.

Donnerstag, 12. Oktober 2017

"Im Dienste der Philatelie"

Das Haus


In der Nürnberger Altstadt steht ein Haus, in dem vor bis ca. einem halben Jahr ein Laden untergebracht war. "Oleg - Seit 35 Jahren im Dienste der Philatelie" warb ein Schild im Schaufenster. Wahrscheinlich war "Oleg" aber schon seit längerer Zeit nicht mehr im Dienste der Philatelie in jenem Ladengeschäft zugegen. Ein flüchtiger Blick durch die Scheiben offenbarte eher Chaos. Geöffnet habe ich den Laden auch nie gesehen. Was natürlich nicht heißt, dass er es nicht gewesen wäre...

Jedenfalls, ich muss mir da so einen seriös gekleideten, freundlichen älteren Herrn mit leichten osteuropäischen Akzent vorstellen, der dort die Blaue Marizius und viele eher wertlose Alltagsmarken aus der DDR und der alten Bundesrepublik verkauft. Weißes Hemd, Brille, im Laden auch immer so eine geordnete Unordnung, und der Kunde konnte sicher sein, dort irgendwas Interessantes zu finden oder zumindest eine heitere Anekdote vom Ladenbesitzer erzählt zu bekommen.

Jetzt zeigt sich beim Vorbeigehen das obige Bild. Ein Kleinlaster eines Handwerksbetriebs mit rumänischem Kennzeichen parkt manchmal dort, einiges wird aus dem Gebäude herausgetragen. Ansonsten sieht es wie am Vorabend des Verfalls aus. Und Olegs Geist, wo ist der hin?



Hinweis: Diese kurze Schilderung ist angereichert mit Übertreibungen und Halbwahrheiten!

Dienstag, 10. Oktober 2017

Lesung Römerbrief



Soeben habe ich beschlossen, dass ich den Brief des Paulus an die Gemeinde in Rom vollständig lesen möchte. Teile habe ich schon in Leseplänen durchgearbeitet, aber ich glaube, dass jetzt gut wäre, diesen speziellen biblischen Text nochmal neu zu befragen.




Ich habe mir vorgenommen, nach Abschluss der Lesung (was einige Zeit dauern kann, da ich lieber in kleinen Abschnitten von höchstens 10 Versen pro Tag lese) hier eine Art Abschlussbericht zu verfassen, in dem ich meine Fragen und evtl. neue Erkenntnisse darlegen werde. Ich hoffe, es wird gelingen!

Montag, 9. Oktober 2017

Sehnsucht und Unsicherheit

Vielleicht wird dieser Text teilweise unsachlich, vielleicht hört man die ein oder andere Enttäuschung raus. Es ist auf keinen Fall meine Absicht, irgendwem zu nahe zu treten.


Seit einiger Zeit bin ich manchmal nicht sicher, wo ich eigentlich gerade im Glauben unterwegs bin. Da gibt es so viele widersprüchliche Ansichten, die mir begegnen. Irgendwie trage ich auch bestimmte Ansprüche an mich selber mit mir herum, und kam nie so dahinter, inwieweit das sein muss. Muss ich auf diese oder jene Art sein? Ein möglichst gutgefülltes Konto mit guten Taten vor Gott aufweisen? Selbstbewusst für meinen Glauben vor anderen einstehen? Lebensfroh und souverän sein?

Und dann lese ich immer wieder vom Weltfrieden, vom politischen Engagement, das wichtig für Christen sein soll, vom Umweltschutz! Und dann lese ich immer wieder von sozialem Engagement und der Wichtigkeit einer politischen Kirchen! Ist das so?

Und mir brennt die Frage unter den Nägeln, was eigentlich wäre, wenn jetzt gleich Jesus vor mir stünde, und ich ihm dann erzählen würde, wie ich mein Leben momentan so gestalte. Wie ich mit dem mir Anvertrauten umgegangen bin. Gaben, Habe, Menschen. Und dann die Frage "Wäre er wohl zufrieden?"

Und nichts brachten mir all die klugen Texte zum Weltfrieden und zum Umweltschutz und zu sozialer Gerechtigkeit, die überall und überall und überall herumlagen, weil ich trotz all der vielen klugen Gedanken in meinem persönlichen Handeln keine Orientierung gefunden habe, und schon garnicht mehr wusste, ob jetzt Gott gar am Ende von mir erwartet, in eine bestimmte Partei einzutreten, und ob`s damit dann schon getan wäre... Und die Kirchen wurden immer politischer, und die Visionen immer größer, von einer friedlichen und guten Welt, aber mir kam es in längerer Zeit so vor, als stünde ich trotzdem ziemlich schlecht da, und zwischen lauter Kollektiv und Papieren, ausgefeilten Statements und Forderungen, und großen Plänen für die Menschen, und Mahnungen an Staatsoberhäuter habe ich still mein persönliches Leben mit Gott vermisst.

Und heute schließlich habe ich nach der Lese von Lukas 16,1-9 und dem Gebet darüber, diesen ganz herrlich befreienden Text ("Was erwartet Gott von mir?") gefunden, fühle mich froh und befreit, und danke ihm, dass er so gut ist!




(P.S.: Natürlich finde ich Politik wichtig, und all das. Keine Frage. Manchmal stört es aber. Und dazu müsste ich jetzt einen neuen Text schreiben, wozu mir aber die Zeit fehlt.)

Samstag, 7. Oktober 2017

Wiedereinstieg ins Imperium Romanum

Gestern habe ich mich kurzentschlossen für einen neuen Versuch wieder im Imperium Romanum angemeldet. Hatte vor kurzer Zeit erfahren, dass mein alter Charakter nach längerer Untätigkeit meinerseits für tot erklärt wurde. Nun habe ich vor, einen jungen Menschen aus der Familie der Tiberier zu spielen. Mal sehen, was so passieren wird.

Freitag, 6. Oktober 2017

Herbst in Nürnberg

Lauf auf den Wegen

Ich mag den Herbst. Aber natürlich hat die Jahreszeit immer etwas nachdenkliches. Vor ein paar Wochen habe ich vom Sommer berichten können, die Bäume waren saftig grün, der Himmel blau, die Leute torkelten sorglos auf den Straßen herum...

Jetzt fällt das Laub, zieht Regen über die Stadt, Wolken hängen betrüblich im Himmel, es riecht morgens unterwegs aus dem Wald nach ... nach ... eben diesem speziellen Herbstaroma...!
Meine Pause habe ich heute genutzt, um einfach mal das Herbstwerden zu dokumentieren. Lief durch den leichten Regen, durch die Stadt mit den ältlich-eierbraunen Fassaden, an einem Freitag.



Heute: bewölkt






Blick auf die Pegnitz























Pegnitz

Am Ufer

Herbstlaub

Dienstag, 3. Oktober 2017

Einigkeit

In letzter Zeit haben wir immer ein bestimmtes Lied im Gottesdienst gesungen. Darin kam eine Stelle vor, die mich, zusammen mit anderem, zum Nachdenken gebracht hat. "Gleichschrittschritte, die mich stören" heißt es da.
An anderer Stelle wurde dann zum heutigen Feiertag oft (wahrscheinlich auch zu recht) darauf hingewiesen, dass zu Demokratie auch Vielfalt der Meinungen und Lebensweisen gehört, Akzeptanz und Toleranz. Meinetwegen ist das auch eine wichtige Seite der Medaille. Aber von der anderen Seite eben dieser Medaille sollte man auch nicht vergessen zu sprechen.

Da geht es mir um den Gedanken der Einigkeit. In einer Gesellschaft, egal ob es ein Staat ist, eine Gemeinde, ein Verein, eine Hausgemeinschaft (Liste bitte beliebig fortsetzen!), bedarf es eben auch nicht zuletzt der Einigkeit und der Einheit, des verbindlichen Rahmens, der Regeln, und der gegenseitigen Übereinkunft und gemeinsamer Arbeit auf ein gemeinsames Ziel hin. Wenn wir (einseitig?) von Vielfalt und Toleranz als ausschließlichem Rezept für ein gelingendes Miteinander sprechen, so ist das Risiko da, zu vergessen, dass eben dieses Miteinander bei einem zu viel an Vielfalt zu einem Durcheinander zu werden droht, einem schrillen Konzert unzähliger ganz unterschiedlicher Stimmen und Töne, aus denen so bestimmt kein Akkord werden kann.

Daher möchte ich, ohne dem Respekt für andere Lebensweisen etc. eine geringe Bedeutung zumessen zu wollen, heute eine Lanze brechen für Einigkeit, für Solidarität, Verbindlichkeit, Verständigung auf ein Ziel hin, Entschlossenheit, Zusammenarbeit, Einheit und auch manchmal Geschlossenheit. Wer genau hinsieht, wird, wie ich anfangs auch angeregt habe, vielleicht ebenfalls erkennen, dass wir es hier mit einer Medaille, zu der eben zwei Seiten gehören, zu tun haben.

Montag, 2. Oktober 2017

Falsches Brot

Das falsche Brot


Eigentlich (!) wollte ich ja heute richtiges Brot vom Einzelbäcker besorgen. "Man hat ja immer die Wahl!". "Unterstützen Sie den kleinen Laden anstelle der gesichtslosen Massenfiliale!" Leider hatten schon zu viele Menschen vor mir den kleinen Laden unterstützt. Eine respektable Menschenschlange stand im Bäckerladen an, und Brot oder Semmeln gab es trotzdem schon nicht mehr. So musste ich also dann, geknickt, durch den Regen, zur gesichtslosen Massenfiliale radeln, wo ich schließlich mein Brot kaufte.

Aber ganz im Vertrauen: Ich denke, es wird trotzdem gut schmecken! Schönen Vorfeiertagsabend!

Donnerstag, 28. September 2017

Kelheim und Donaudurchbruch

Blick auf die Befreiungshalle
























Bei schönstem Herbstwetter ein Tag bei Kelheim, am Donaudurchbruch und in Kloster Weltenburg.

Die Sonne schickt jetzt die letzten Male ihre inzwischen rotgoldenen Strahlen über das Land, am Wasser wirkt das Licht besonders mild. Ein paar Vögel durchqueren die Szenerie. Auch auf dem Ausflugsschiff nochmal eine Ahnung von Sommer.

Im Hof des Klosters Weltenburg ist viel los, Gruppen stehen in der Asamkirche, die sie besichtigen, schauen beeindruckt hinauf in die Kuppel, dämmriges Licht im Kirchenraum.



Der Donaudurchbruch















Zurück geht es zu Fuß durch schon ebenfalls rötliche Wälder, vorbei an Marterln. Auf hohem Felsen zeigt sich ein beeindruckendes Bild des Donautals. Eidechsen huschen zwischen den Steinen umher.

Zurück geht es über den städtischen Friedhof und bergab, vorbei an Baumarkt, Supermarkt, Getränkemarkt.



Felsen am Ufer

























Ja, zu dieser Zeit wird nochmal viel gebaut, bevor die Sonne untergeht, und die Zeit diesen Sommer vergisst.




Kloster Weltenburg von Weit

Kiesufer an der Donau

Blick ins Tal der Donau

Und Herbst

Dienstag, 26. September 2017

Herbstmelancholie




Das Los des Menschen

Der Glut des Sommers folgt des Herbstes Kühle,
Dem Schneefeld folgt des Lenzes Blumenbeet;
Die Sonne hebt sich rosig in der Frühe,
Und rosig ist ihr Bildnis, wenn sie geht.


Die Bäche drängen in das Meer. Die Zeiten
Erneuern sich. Mit jedem Tagbeginn
Glänzt neu das Sonnenlicht, und unaufhörlich
Treibt neues Wasser durch die Ströme hin.


Der Mensch lebt einmal, - nimmer kehrt er
wieder,
Sein Dasein ist ein Lufthauch, der zerfließt;
Die Summe seines Lebens ist ein armer,
Verfallener Hügel, darauf Unkraut sprießt.

(Hans Bethge nach Konfuzius)


Samstag, 23. September 2017

ZeroHero - Unverpacktladen in Nürnberg (u.a.)

"Zapfsäulen" im Laden

Heute Mittag verschlug es uns in die Innenstadt, wo, wie typisch an einem normalen Samstagmittag, allerhand Menschen herumliefen. Meine rein aus theoretischen Gründen betriebene Suche nach einer Fischsauce schlug dann sehr bald fehl. Stattdessen besuchten wir den Unverpacktladen ZeroHero in Nürnberg-Gostenhof, der vor ein paar Tagen aufgemacht hat. Im Laden war (siehe oben) ebenfalls allerhand los, sodass der kleine Laden (ehemaliger Friseursalon) ziemlich voll war, und es ist ihm zu wünschen, dass der Laden auch weiterhin immer gut gefüllt sein möge.
Denn: Das Konzept ist recht sympathisch. Man kann dort einige Lebensmittel, von Sojasauce und Olivenöl über Müsli bis hin zu Gemüse, Gewürzen und Seife kaufen, die eben ohne Verpackung dargeboten werden. Man füllt sich einfach alles in mitgebrachte oder im Laden erworbene bzw. teilweise "gespendete" Gefäße ab, die man vorher abgewogen hat. Dann geht man damit zur Kasse und bezahlt den Grammpreis abzüglich des Verpackungsgewichts. Soweit ich gesehen habe, sind auch alle oder zumindest die Meisten Produkte dort "bio".

Wie gesagt, ich finde, es ist ein sympathisches Konzept zu einer sehr aktuellen Problematik, und es bleibt dem Laden nur viel Erfolg zu wünschen!



Mit Sackerl

Mittwoch, 20. September 2017

Post aus Würzburg

Post aus Würzburg von der ödp


Heute habe ich Post von der ÖDP erhalten und somit offiziell meine Mitgliedschaft bestätigt bekommen. Würde mich auch gerne im Rahmen meiner Möglichkeiten hier vor Ort einbringen. Mal sehen, was die Zeit bringt. Bin gespannt.

Und falls jemand noch eine Entscheidungshilfe für die Wahlen am Sonntag sucht:

Sonntag, 17. September 2017

Römischer Tag in Castra Regina (Regensburg)

"Mosella" des D. Magnus Ausonius
Am Samstag, den 16.09.2017 begaben die Dame des Hauses und ich uns auf eine kleine Reise nach Regensburg, wo wir uns mit ein paar lieben Bekannten getroffen haben.

Für mich war diese Fahrt auch eine hervorragende Gelegenheit, mich mit der römerzeitlichen Geschichte der Gegend (bzw. auch allgemein) weiter auseinanderzusetzen.

Begonnen hat der Tag dann mit dem glücklichen Umstand, dass ich, als wir Zeit bis zum Zug überbrückend die Bahnhofsbuchhandlung aufsuchten, die "Mosella" des Ausonius in der Reclam-Ausgabe entdeckt habe. Hatte Auszüge daraus vor einiger Zeit schon im Internet gelesen, und fand erstens Ausonius' Ruhmesgedicht an die Mosel sehr schön (vor Jahren kam ich auf dem Weg nach Luxemburg mit dem Zug durch das Moseltal und an Trier vorbei, und schon der Ausblick aus dem Zugfenster war herrlich...), zweitens gibt die "Mosella" auch eine Art Fenster frei, durch das man das spätantike Leben in der Gegend um Trier und bis hin zum Rhein sehr farbenfroh und lebendig betrachten kann.



Ergrabenes Stück der Kastellmauer
Kurzum: ich konnte nicht anders und habe mir dieses kleine Büchlein gekauft und die "Mosella" dann auf der Zugfahrt gelesen.

In Regensburg angekommen, o Ironie, regnete es. Nicht ganz Hunde und Katzen, aber die ein oder andere graue Maus flog manisch-fröhlich kichernd an uns vorbei.

Regensburg ist eine sehr interessante und schöne Stadt, wir wanderten durch die Altstadt, besichtigten den Dom und schritten schnell das Welterbezentrum an der Steinernen Brücke ab. Mittagessen nahmen wir in einem kleinen und günstigen Café zu uns.

Vor einer Stadtrundfahrt ergab sich noch die Gelegenheit, einige in den 70ern des letzten Jahrhunderts ergrabene Rester der Kastellmauer des Römerkastells Castra Regina zu bestaunen.





Kastellmauer am Dachauplatz
Nach unserer Stadtrundfahrt nutzten wir noch die letzte verbliebene Stunde Öffnungszeit des Historischen Museums Regensburg, durch die Römerabteilung zu fliegen, die ich sehr gut gemacht und wahnsinnig interessant gefunden habe. (Bei Gelegenheit möchte ich nochmal dort hin und mir mehr Zeit nehmen, nicht "nur" für die Abteilung Römerzeit, sondern auch die restlichen Exponate aus der Stadtgeschichte Regensburgs)

Nach dem Museumsbesuch gingen wir zusammen noch einen teilweise kostenlosen Kaffee trinken, im Anschluß danach klang der Tag (jetzt bei leichtem, melancholischem Licht der Sonne im Frühherbst) bei zwanglosem Entdeckungsbummeln in den Gassen der Stadt aus.

Später am Abend, als wir wieder zuhause waren, öffneten wir noch, passend zum Tag, eine Flasche Elbling (eine sehr alte Weißweinsorte, die es schon zur Römerzeit gegeben haben muss) von der Mosel, bevor es zu Bett ging.
Modell eines Merkurtempels

"D(is) M(anibus) - Den Totengeistern"
- Ein römischer Grabstein






Nachbau eines römischen Wohnhauses
(Zu erkennen die Fußbodenheizung!)
Reste der Porta Praetoria
des Römerlagers Castra Regina
































Der Danuvius / die Donau

Elbling, trocken