Sonntag, 22. April 2018

Nachmittagstour zum Froschstein

Sonniger Nachmittag im Walde


Den heutigen, sehr sonnigen und (unnatürlich?) heißen Sonntagnachmittag nutzten die Dame des Hauses und der Schreiber dieses Netzbpüchels dazu, im Reichswald bei Nürnberg ab Schmausenbuck zum Froschstein zu laufen.

Die Bewegung an der frischen Luft tat sehr gut, und auch mein alter Wanderhut konnte nach langer Zeit einmal wieder Dienst tun. Ein bisschen schade finde ich, dass inzwischen jeder noch so schmale kleine Waldweg von Mountainbikergruppen genutzt wird, sodass oft an solchen Tagen, wo ganz natürlich jeder ins Freie möchte, von der schönen Waldeinsamkeit ™ nur phasenweise und kurz etwas zu spüren ist. Tja, die Stadt wächst, und das ist vielleicht auch ein Anzeichen dafür.

Dennoch war es schöner Nachmittag, und auch das freundliche Grüßen im Wald ist noch nicht ganz ausgestorben.



Eichenlaub

Der Froschstein, nur echt mit dem eingeschlagenen
Elefanten...

Donnerstag, 19. April 2018

Frühling in Nürnberg

...und plötzlich ist es grün.


Nahe Henkersteg

Blick auf das Unschlitthaus

Die Pegnitz

Richtung Henkersteg

Ja, auch.

Zwischen Wasser- und Henkerturm

Dienstag, 17. April 2018

Schreibprojekt

Heute war ich vergleichsweise produktiv in meiner kleinen Schreibwerkstatt. Zwei Texte haben meine Werkbank verlassen, wovon ich einen im Anschluss präsentieren werde (der zweite Text ist zweckgebunden und kann daher nicht einfach so vor Erreichen des Zwecks gezeigt werden).

Hintergrund ist, dass ich mir neulich so dachte, dass ich gerne wieder mehr schreiben würde. Habe zum Beispiel ein Buch entdeckt, für das ich vor 11 Jahren einen Text beisteuern durfte, auch ein Literaturmagazin, und irgendwie hat mir das Lust auf Texten gemacht!

Nun kam natürlich der Standardgedanke: "Aber ich habe ja momentan gar keine gute Idee!". Diesem aber bot ich auf diese Weise Widerstand, als ich erklärte, es sei ein vollkommen dummer Gedanke, man müsse immer eine gute Idee haben, eine Art Inspiration vom Himmel herab (oder so), die man dann im entgrenzten Musenwahn zu Papier bringen könne. Ich wiederhole: ein vollkommen dummer Gedanke! Und zwar deswegen, weil Schreiben wie jede Kunst oder jedes Handwerk mit Arbeit zusammenhängt. Vielleicht gibt es sie, diese Gottbegnadeten, die auf hohem Turme sitzend geistreiche Zeile nach geistreicher Zeile 24 Stunden am Tag, sonntags sogar 48 Stunden am Tag, fabrizieren... aber ich denke, dass die meisten Leute, die irgendeine Kunst oder irgendein Handwerk ausüben, dafür arbeiten müssen. Talent ohne Arbeit bleibt ergebnislos. Und Ideen können sich auch als ziemlich mau herausstellen. Daher plädiere ich dafür, die Schreiberei mit nüchterner Arbeitsethik anzugehen. Klar, Freude daran schadet nichts, inspirierende Gedanken und Umstände sind auch toll, aber man muss auch arbeiten wollen. Und man sollte sich auch nicht einbilden, der nächste Petrarc zu werden. Man munkelt, solche Ansprüche seien auch schädlich.

So entschied ich also, mir ganz methodisch aufzuerlegen, jede Woche mindestens einen Text zu schreiben. Egal, was dabei rauskommt. Dieser Gedanke, dass das Resultat immer ganz toll und ausgegoren sein muss, den habe ich jetzt erstmal fristlos entlassen. Umsomehr bin ich gespannt, was vielleicht, wenn ich dabei bleibe, so entsteht.

So. Bühne frei für das erste Werk:

Die Nacht mit ihren Nelkenfarben geht
Die Nacht mit ihren Nelkenfarben geht,
Willkommen, Morgen, willkommen
Wind, der du durch Wildkirschbäume gehst, den Sturm antäuschend
im sanften Spiel; auch du, Summen und sich-Regen im Gras, willkommen!

Nun steigt die Morgensonne an, und auf den Spiegel des Wassers fällt endlich auch ein ruhiges Spiegelbild der hohen Uferbäume.

Samstag, 14. April 2018

Geh nicht an die Grube der Füchse

Bei sonnigem Wetter ist diese Stadt für mich eine Katastrophe.


Geh nicht an die Grube der Füchse
Am Rande der alten, zerfallenen Stadt
Am Rand des geschliffnen Gebirges
Geh nicht in jene Wüste, mein Kind

Geh nicht an die Grube der Füchse
Du weißt, was im Vorjahr dort geschah
Geh nicht durch die Felder, mein Kind
Am Rande der brennenden Wälder

Geh nicht an die Grube der Füchse
Du kennst der Hyänen begierige Blicke
Und gehst du,
So geh mit gepanzerter Wehre
So geh mit geschliffener Klinge
So geh mit bereitetem Spieß
So geh mit geharnischtem Wort
Zum Rande der Grube der Füchse, mein Kind 



Mittwoch, 11. April 2018

Bergkräuter, verspätete Geschenke (sind die besten) und Absteiger

Bergkräutertee und Neofolk aus Österreich
- eine gute Kombination, wie ich meine!

Vor einigen Tagen erhielt ich mit großer Verspätung ein Geschenk. Es handelt sich um das Album "Schattenlieder" der österreichischen Alpin-Neofolk-Formation "Sturmpercht". Konnte noch nicht alle Stücke durchhören, aber das, was ich bisher gehört habe, gefällt mir sehr! Der Geist der Alpen und ihrer schattigen Hangwälder hat nach dem Hören auch sogleich von mir Besitz ergriffen, sodass ich, weil kein Salamanderschnaps im Haus war, heute in einen wundersamen und gutsortierten Kräuterladen (siehe Beweisfoto) einkehrte, um mir einen Bergkräutertee zu kaufen, den ich dann (aber nicht nur) zum Anhören des Perchten-Albums genießen werde.






Erste Zeichen des "Stadtstrandes"

Weil es ja jetzt wieder warm wird, und weil Warmzeiten auch immer voller Trubel und unkontrollierter Lebensäußerungen (mit Betonung auf unkontrolliert) sein müssen (gemäß Bundeswarmzeitengesetz BwarmG) baut man momentan wieder den "Stadtstrand" auf der Insel Schütt auf. Pech für alle Radler, die eben regelmäßig da auf der Ost-West-Radachse vorbei müssen. Zwar muss der kombinierte Rad- und Fußgängerweg am Rande (s. Bild!) immer frei von Ständen bleiben, ernsthaft zu Zeiten des "Stadtstrand" dort vorbeifahren wollen kann man aber meiner Meinung nach nicht, da der Weg dann eben voller fröhlich feiernder und flanierender Menschen ist. "Ja, dann steigt halt einfach mal kurz ab, verdammt, sind ja nur die paar Meter, die da blockiert werden." .... Kurz drauf erreicht man die Wöhrder Wiese. Im Sommer ebenso von fröhlichen Menschen im Kreuz- und Quergang auf allen Wegen blockiert, Durcheinander pur. "Ja, dann steigt halt einfach mal kurz ab, verdammt, sind ja nur die paar Meter, die da nicht ganz sauber durchfahren werden können." ... wenn man an der Wöhrder Wiese vorbei ist, kommt dann auch gleich der neu erbaute Sandstrand an der Wasserwelt Wöhrder See. Im Sommer Anziehungspunkt für viele Menschen, die fröhlich auf dem Wege ... "Ja, dann steigt halt einfach mal kurz ab, verdammt, sind ja nur die paar Meter, wo diese Konflikte auftreten.". Und als Radler auf den Straßen unterwegs zu sein, ist oft auch kein Vergnügen (Radwegparker, rücksichtslose Autofahrer, überhaupt fehlende Radstreifen ...) Ja, dann steigt halt kurz ab. Am besten steigen wir auch garnicht mehr auf, damit die Stadt auch endlich ungestört vollständig zur Eventfläche oder zur Autobahn werden darf. (Polemik aus.)

Dienstag, 10. April 2018

Fastzusammenstoß

Heute wäre ich fast von einer Autofahrerin überfahren worden, die aus einer Ausfahrt herausgerast kam. Ihren Fehler eingesehen hat sie aber nicht. Hat lieber am Steuer nebenher ihr Eis weitergegessen. Einsehen, wieso auch? Wer im Blech sitzt hat ja scheinbar per se immer Recht. Überhaupt nervt mich der Straßenverkehr momentan sehr. Kaum wird es wärmer, so scheint es mir, fahren alle wie verrückt und völlig unberechenbar durch die Gegend. Nunja ... die Woche kann ja auch noch besser werden.

Sonntag, 8. April 2018

Marsch über den Nudelberg // "Frankenweg" Etappe 2

Hersbruck

So... die nächste Etappe des "Frankenweg"-Projekts nun also. Diesmal ging es von Hersbruck (das ich beim letzten Mal ja knapp verfehlt habe) über Hohenstein nach Schnaittach (was, wie ich auch bereits früher erwähnt habe, größtenteils so nicht dem Frankenweg folgt). Es war eine Wanderkameradschaft von zwei Menschen und einem Hund, die sich da bei strahlendem Sonnenschein auf den Weg machte. Ein fast ungewohntes Erlebnis für mich, nicht allein auf den Wegen und Pfaden zu laufen, aber sehr schön. Gespräche über Gesellschaft und Kultur, Essen, Lieder und Biere, sowie ausführliche Analyse des Verhalten des vierbeinigen Wanderkameraden, was für mich als Nichthundehalter auch ganz interessant war.

Gegen Mittag erreichten wir Stöppach, und unser Hunger war, nachdem wir auf dem bis dahin gelaufenen Weg eine etwas frech vorgetragene Einladung eines Wirtes in sein Gasthaus zur Rast aus Geiz und Wanderlust bereits ausgeschlagen hatten, gewaltig. Auf einem Berge nahe Stöppach setzten wir uns nun also nieder und bereiteten ein einfaches aber schmackhaftes Nudelgericht zu, womit besagter Berg offiziell zum Nudelberg geadelt war.

Nach mittäglicher Rast ging es weiter, sodass wir auch bald auf den Zinnen der Burg Hohenstein standen, ausatmeten, und gemeinsam mit dem Hund die Aussicht genossen.
In Algersdorf überschritten wir den Sittenbach, stiegen hügelan, und gingen weit geradeaus, über Enzenreuth zum Rothenberg bei Schnaittach und seiner schönen Festung hin. Die Festung war nur in Begleitung des Festungsführers zu betreten, allerdings sah beim Abstieg von den mächtigen Festungsmauern, warum auch immer, eine Ziege auf uns herunter. Wahrscheinlich war sie aus dem Ziegenproblem entlaufen. Unter fortdauernd höhnischem Gemecker der Ziege stiegen wir weiter bergab nach Schnaittach ins Tal, wo der Ort im Sonnenlicht lag, wie ein im Schatten der Bäume rastender Hirte.

(Folgend einige Impressionen)

Noch auf dem Frankenweg

Straßen

Nudeln

Ziege auf hoher Warte

Endpunkt bei Schnaittach